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Update April 2016 - Was passierte inzwischen?

So langsam bekommen wir eine neue Struktur, die bei der Oldenburger Tafel e.V. durch die grundlegenden Veränderungen notwendig wurde.

Ein paar Beispiele, was im vergangenen halben Jahr passiert ist:

Wir sind mittlerweile rund 140 Aktive, die an fünf Tagen pro Woche in 5 - 7 Schichten arbeiten. Dank der kompetenten und geduldigen Teamleiterinnen konnten viele Neue gut eingearbeitet werden. Überall herrscht Trubel, der Alltag muss schließlich trotz aller Neuerungen weiter laufen.

Täglich werden uns Sachspenden gebracht. Anfangs bekamen wir viele einmalige Spenden, die aber waren extrem großzügig! Firmen und Werbegemeinschaften nutzten die vorweihnachtliche Spendenbereitschaft ihrer Partner und konnten in ganz großem Stil einkaufen. Mittlerweile haben wir viele kontinuierliche "Versorger". Zum einen durch die Boxen bei aktiv + Irma: der von Kunden spendierte Inhalt wird uns von Paten gebracht, vielen Dank! Allerdings benötigen wir Zeit und Platz zum Sortieren. Andererseits haben sich mehrere Gruppen gebildet, die Geld sammeln und anfragen, was gezielt gebraucht wird. Ähnlich läuft es in mehreren Kirchengemeinden: auf Wunsch wird eingekauft, die Waren nach dem Gottesdienst an die Besucher "verkauft", aber zu uns gebracht. Gezielte Aufrufe bei Facebook veranlassen viele Spender, entsprechend einkaufen zu gehen und uns zu beliefern - und vielleicht dabei neugierig zu beäugen. Sogar aus dem Ausland spendet ein Exil-Oldenburger regelmäßig und großzügig. Die Förderschule Borchersweg hat schon wiederholt mit den Schülern gesammelt, was bei uns gebraucht wird. Nachahmer sind überall sehr erwünscht!

Inzwischen konnten wir einen vierten Ausgabetag am Freitag einrichten; bisher erhalten an diesem Tag ausschließlich Flüchtlinge Lebensmittel. Die Gruppe ist sehr viel homogener, als wir gewohnt sind. Kulturelle Unterschiede treten so deutlicher zu Tage, auch, weil viele Flüchtlinge noch recht jung sind. Aber die Teamleiterinnen wissen sich durchzusetzen, unterstützt werden sie dabei durch sprachkundige Ehrenamtliche. Männer aus dem Fahrdienst sorgen mit ihrer Präsenz dafür, dass auch das Wort von Frauen gilt.

Jetzt stehen auch endlich Schwerlastregale, es wird übersichtlicher. Unsere "Schatzkammer" war nicht dafür ausgelegt, so viele Waren zu bergen. Vieles von dem, was uns gespendet wurde und wird, hat einen hohen materiellen Wert und muss unter Verschluss gelagert werden. Nur so kann die Ausgabe gerecht an alle Nutzer erfolgen. In der Garage wurde Lagerplatz eingerichtet, außerdem können wir den bisherigen Fahrradraum anmieten als Lagerfläche. Unser neuer Vermieter ist uns wohlgesonnen und wird den Mietvertrag über 2018 hinaus verlängern. Als erstes wird die Ölheizung ausgetauscht gegen eine Gasheizung. Das ist erfreulich, denn seit September funktionierte die Heizung nur sehr eingeschränkt, Anfang Januar überhaupt nicht mehr. Ein Nottank auf dem Hof mit zweitägiger Öllieferung und teure Radiatoren verhindern, dass es weiter "kälter als im Kühlschrank" ist. Trotz aller Widrigkeiten haben sich die Aktiven geweigert, den Betrieb einzustellen - großen Danke dafür!! Unser pro bono Anwalt verwaltet seit September ein Anderkonto, von dem Heizöl, Reparaturen u.ä. bezahlt werden. Auch dafür bedanken wir uns sehr! Der bisherige Vermieter ist nicht auffindbar.

Aber die Registrierung bereitet Probleme! Die alte Excel-Liste ist völlig überfordert und alles andere als bedienerfreundlich. Zurzeit können keine neuen Daten eingegeben werden, alles staut sich an, denn wöchentlich kommen durchschnittlich 25-30 neue Nutzer dazu. Bei den Flüchtlingen haben wir bisher lediglich die Nummern der Oldenburg-Pässe erfasst. Familienmitglieder sind schwer zuzuordnen, weil verschiedene Namen zusammengehören. Manche sind anerkannt, wohnen aber noch in Sammelunterkünften, weil Wohnraum fehlt. Ein paar Sachkundige haben sich des Problems angenommen, aber eine Lösung ist noch fern.

Nebenbei mussten wir nach Aufforderung durch das Finanzamt eine Satzungsänderung vorbereiten, und im Vorstand kam es zum Wechsel. Aber das werden wir auch bewältigen.

Der Vorstand