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Medienecho-Archiv

Nordwest-Zeitung vom 14. 12. 2010:

Schüler helfen der Tafel

Anderen eine Freude machen: Die Klasse 5b der Waldorf-Schule lieferte gemeinsam mit Lehrer Wilfried Scholz am Montag insgesamt 500 Päckchen und süße Tüten für arme Kinder bei der Oldenburger Tafel ab.
Anderen eine Freude machen: Die Klasse 5b der Waldorf-Schule lieferte gemeinsam mit Lehrer Wilfried Scholz am Montag insgesamt 500 Päckchen und süße Tüten für arme Kinder bei der Oldenburger Tafel ab. (BILD: Thorsten Helmerichs)

Soziales Engagement: Die fünfte Klasse der Freien Waldorfschule hat eine Patenschaft für die Oldenburger Tafel übernommen. Wie Lehrer Wilfried Scholz und Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl berichten, will sich die Klassengemeinschaft viele Aktionen ausdenken, um die Menschen, die Woche für Woche zur Tafel kommen, zu unterstützen. Als die Klasse die Tafelräume an der Bahnhofstraße zum ersten Mal besuchte, hörten die Schülerinnen und Schüler mit großer Sorge, dass auch in Oldenburg nicht eben wenig Kinder in Armut leben. In der Vorweihnachtszeit wollten sie vor allem diesen Jungen und Mädchen eine Freude machen. Und so überzeugten sie die ganze Waldorfschule zu einer Spendenaktion, so kamen 500 Geschenke zusammen. Am Montag lieferten sie die weihnachtlich verzierte Tüten und Päckchen mit Süßigkeiten ab für die Kinder, deren Eltern zur Tafel kommen. In einer anderen Aktion hatten sie schon einmal einen Bollerwagen voller haltbarer Lebensmittel gebracht.

Nordwest-Zeitung vom 10. 11. 2010:

Spenden und Siege

Spende an die Tafel (von links): Helge Eberhardt, Inka Ibendahl und Ina Brandes von der Tafel nahmen den Scheck von Barbara und Willi Kothe entgegen. Das Geld wurde auf der Trauerfeier für ihren Sohn Tido gesammelt
Spende an die Tafel (von links): Helge Eberhardt, Inka Ibendahl und Ina Brandes von der Tafel nahmen den Scheck von Barbara und Willi Kothe entgegen. Das Geld wurde auf der Trauerfeier für ihren Sohn Tido gesammelt (BILD: Kai Niemann)

Spende an die Oldenburger Tafel: Barbara und Willi Kothe überreichten jetzt einen Scheck über 1800 Euro an die Lebensmittel-Abgabe für bedürftige Menschen. Das Geld wurde in der Trauergemeinde für ihren Sohn Tido Kothe gesammelt, der im August bei einem Motorradunfall ums Leben kam, bei dem ihn ein Autofahrer übersehen hatte.

Nordwest-Zeitung vom 7. 7. 2010:

„Tafel“ sucht dringend Helfer

Lebensmittel-Verteiler und Fahrer gewünscht

Brotausgabe bei der Tafel: Hier ist Teamwork gefragt. Helferinnen und Helfer werden gesucht.
Brotausgabe bei der Tafel: Hier ist Teamwork gefragt. Helferinnen und Helfer werden gesucht. (BILD: Sabine Schicke)

VON SABINE SCHICKE

OLDENBURG - Die Oldenburger Tafel sucht händeringend Unterstützung. „Einige unserer ehrenamtlichen Helfer sind erkrankt, andere haben andere Verpflichtungen“, sagt Vorsitzende Inka Ibendahl.

Und so befürchtet sie, dass die Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige möglicherweise bald sehr viel länger dauern könnte, da Ehrenamtliche fehlen, die das übernehmen können. „Wir brauchen sehr schnell Hilfe.“

Auch der Transporter der Oldenburger Tafel rollt regelmäßig durch die Stadt, um Lebensmittel abzuholen oder zu verteilen. Viele Stationen müssen auf einer Tour von dem Fahrer des Autos angesteuert werden. „Auf dieser Strecke muss immer ein Team von zwei zuverlässigen Fahrern unterwegs sein“, erläutert Inka Ibendahl. Sie sollten auch zupacken können, denn es müssen auch einmal schwere Kisten mit Lebensmitteln in das Auto gewuchtet werden.

Die Oldenburger Tafel hat sich auch schon an die Agentur Ehrensache bei der Stadt gewandt. Aber es seien keine Leute gefunden worden, berichtet die Vorsitzende. Ihr ist es wichtig, dass die Helferinnen oder Helfer nicht nur zuverlässig sind, sondern sie sollten auch mindestens an einem halben Tag pro Woche Zeit für die Tafel haben. „Teamfähigkeit ist bei uns auch ganz wichtig“, erklärt Inka Ibendahl. Es sei daher auch wichtig, den Umgang mit Menschen zu mögen.

Die Oldenburger Tafel wurde 1996 gegründet und verteilt Lebensmittel an bedürftige Menschen. Ausgegeben werden Backwaren, Konserven, Gemüse und anderes in den Räumen der Tafel an der Kaiserstraße 14. Wer helfen möchte, meldet sich unter Tel. 2 48 88 54 oder unter email@oldenburger-tafel.de

Nordwest-Zeitung vom 8. 5. 2010:

Tafel: Wir erhalten kein Geld von Stadt

Kritik an Leistungs-Liste

VON EX

OLDENBURG - Der erste Protest gegen die ausgesetzten freiwilligen Leistungen der Stadt kommt von der Oldenburger Tafel – nicht weil sie Kürzungen fürchtet, sondern weil es aus ihrer Sicht nichts zu kürzen gibt.

„Wir haben noch nie eine Leistung der Stadt erhalten“, sagte die Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl am Freitag zur NWZ  – „mit Ausnahme eines Schecks über 75 Euro zum Jubiläum im Jahr 2006.“ Warum ihr Verein in der städtischen Liste freiwilliger Leistungen mit 1300 Euro als Empfänger steht (die NWZ  berichtete), ist ihr ein Rätsel.

Im Gegenteil: „Die Stadt hat uns ja noch nicht einmal die Befreiung von den Gebühren für die Biotonne gewährt“, legt die Vorsitzende nach. Und der Antrag auf Erlass der Parkgebühren der ehrenamtlichen Mitarbeiter für die Dauer ihres Einsatzes sei auch abgelehnt worden. Für diesen Posten habe man aber einen Sponsor gefunden.

Nordwest-Zeitung vom 3. 4. 2010:

Einsatz im sozialen Dienst

Jugendhilfe vermittelt Stellen für jugendliche Straftäter

VON LR

OLDENBURG - Ob im Seniorenzentrum, im Mehrgenerationenhaus oder bei der Oldenburger Tafel – an diesen und vielen weiteren Orten leisten Jugendliche im Rahmen von Strafverfahren ihre Sozialstunden ab.

54 Einsatzstellen sind in Oldenburg dabei – es könnten aber noch mehr sein. Das Team „Jugendhilfe im Strafverfahren“ im Jugendamt der Stadt und der Ambulante Justizsozialdienst, die die Vermittlung koordinieren, wünschen sich noch mehr Einrichtungen, die sich beteiligen. Am Freitag, 9. April, treffen sich die Vertreter der Einsatzstellen für gemeinnützige Arbeit in Oldenburg mit den Jugendrichtern und Vertretern der Staatsanwaltschaft zum Erfahrungsaustausch. Anmeldungen dazu nimmt Bettina Heß von der Jugendgerichtshilfe entgegen unter Tel. 235 28 25. Sie beantwortet auch Fragen zum Thema gemeinnützige Arbeit.

5724 Stunden gemeinnützige Arbeit sind im Jahr 2009 von 198 jungen Menschen in sozialen Einrichtungen in Oldenburg abgeleistet worden. Das Team „Jugendhilfe im Strafverfahren“ des Jugendamtes sowie der Ambulante Justizsozialdienst vermitteln die Jugendlichen in geeignete Einsatzstellen und kontrollieren, ob sie die gemeinnützige Arbeit erfüllen.

Die vorangegangenen Treffen haben nach Angaben der Verantwortlichen bereits zu kon­struktiven Ergebnissen geführt. So wurde ein Erfassungsbogen eingeführt, in dem die Aufgaben für junge Menschen in den Einsatzstellen benannt werden.

Ein sogenannter „Opferfonds“ wurde eingerichtet mit dem Ziel, den Geschädigten eine finanzielle Wiedergutmachung anzubieten. Als Gegenleistung wird in entsprechendem Umfang die gemeinnützige Arbeit geleistet. Darüber hinaus wurde eine Höchstgrenze von maximal 60 Stunden für gemeinnützige Arbeitsstunden in Jugendverfahren festgelegt.

Nordwest-Zeitung vom 23. 3. 2010:

Andy Jongmans: Aktiv bei der Oldenburg-Tafel

VON INE

OLDENBURG - Ein Sozialpraktikum in der 10. Klasse der Realschule Hochheider Weg war es, das Andy Jongmans für die Arbeit bei der Oldenburger Tafel begeisterte. Auch nach dem Ende des Praktikums blieb er der Tafel treu und hilft nun am Mittwochnachmittag bei der Lebensmittelausgabe in den Räumen an der Kaiserstraße an Bedürftige. Auch montags hilft er noch und holt Lebensmittel ab, die sonst in der Mülltonne landen würden.

Der 20-jährige Andy Jongmans empfindet die Arbeit bei der Tafel als Bereicherung, und er schätzt auch das Team. Wenn er gerade nicht die Tafel unterstützt, sucht er noch einen Ausbildungsplatz im Bereich Informatik.

Nordwest-Zeitung vom 23. 3. 2010:

Für Mitmenschen im Einsatz

WETTBEWERB
Leser wählen den Oldenburger des Jahres - Abschluss im Schloss

Engagiert: Andy Jongmans (Mitte) hilft bei der Oldenburger Tafel. Hier ist er mit seinen Kolleginnen (von links) Gunda Christoph, Bella Rubinstein, Heide Timpe, Waltraud Engwer, Helga Jonischeit und Ursula Lübben zu sehen.
Engagiert: Andy Jongmans (Mitte) hilft bei der Oldenburger Tafel. Hier ist er mit seinen Kolleginnen (von links) Gunda Christoph, Bella Rubinstein, Heide Timpe, Waltraud Engwer, Helga Jonischeit und Ursula Lübben zu sehen. (BILD: Thorsten Helmerichs)

Mit der Aktion soll das Ehrenamt gewürdigt werden. Unter den Teilnehmern der Abstimmung werden dreimal 100 Euro verlost.

VON SABINE SCHICKE UND ELENA GRAWE

OLDENBURG - Die einen engagieren sich in Vereinen, für behinderte Mitmenschen oder für Bedürftige, die anderen schreiben gegen das Vergessen: Viele Oldenburger krempeln – ganz unterschiedlich, aber immer unermüdlich – die Ärmel für das Allgemeinwohl hoch. Um dieses Engagement zu würdigen, suchen Volksbank und NWZ  auch in diesem Jahr wieder den Oldenburger und die Oldenburgerin des Jahres – als kleines Dankeschön für die unermüdliche Arbeit der Ehrenamtlichen.

Prominente Jury

In den vergangenen fünf Wochen haben wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, jeden Dienstag acht Menschen vorgestellt, die sich besonders durch ihr Engagement hervorgetan haben. Aus diesen Vorgeschlagenen  haben Sie dann die Wochengewinner gewählt – immer je einen Mann und eine Frau, zehn Menschen bisher insgesamt. Auch an diesem Dienstag präsentieren wir Ihnen unsere Kandidaten, die wie ihre Vorgänger auf vielfältige Art und Weise aktiv sind.

Die jeweiligen Wochengewinner kommen in die Endausscheidung: Am Mittwoch, 14. April, entscheidet eine prominent besetzte Jury bei einer Feierstunde im Schloss, wer den Titel Oldenburger und Oldenburgerin des Jahres tragen wird. Unter anderem wird die Erste Stadträtin Silke Meyn am Juroren-Tisch Platz nehmen.

Eingeladen zur Abschlussfeier werden jedoch nicht nur die Wochengewinner, sondern alle Vorgeschlagenen – um auch sie für ihren Einsatz zu belohnen. Als kleines Extra wird unter allen Kandidatinnen und Kandidaten eine Reise nach Berlin verlost.

Mitmachen lohnt sich

Bis es soweit ist, geben wie immer Sie die Richtung vor, liebe Leserinnen und Leser – Sie wählen aus den vorgestellten Kandidaten einen Wochengewinner und eine Wochengewinnerin. Und wie jede Woche verlosen wir auch dieses Mal unter den Teilnehmern dreimal 100 Euro – das Abstimmen lohnt sich also. Zum Mitmachen füllen Sie einfach den nebenstehenden Coupon aus und senden ihn an das NWZ -Medienhaus an der Peterstraße 28-34 in 26122 Oldenburg, oder geben ihn direkt im Foyer ab. Bitte geben Sie unbedingt Ihre Telefonnummer an, damit wir Sie im Falle eines Gewinns benachrichtigen können. Gerne können Sie den Coupon auch faxen an die Nummer 99 88 21 19 oder Ihre Favoriten mailen: oldenburger2010@nordwest-zeitung.de.

Nordwest-Zeitung vom 3. 10. 2009:

Grundschüler decken Tisch für die Tafel

ERNTEDANK
Jungen und Mädchen aus Streekermoor singen und spielen für Eltern und Großeltern

Voller Tisch für die Tafel: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Streekermoor, spendeten zum Erntedankfest viele Lebensmittel.
Voller Tisch für die Tafel: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Streekermoor, spendeten zum Erntedankfest viele Lebensmittel. (BILD: CHRISTIAN KORTE)

SEIT EINIGEN JAHREN GIBT ES DAS ERNTEDANKFORUM AN DER SCHULE. AUCH IN DIESEM JAHR KAMEN VIELE LEBENSMITTEL FÜR BEDÜRFTIGE ZUSAMMEN.

VON CHRISTIAN KORTE

STREEKERMOOR - Zum Erntedankfest nicht nur dafür dankbar zu sein, dass der eigene Tisch reich gedeckt ist, sondern von diesem Reichtum auch etwas abzugeben – diese schöne Tradition wird an der Grundschule Streekermoor schon seit einigen Jahren gelebt.

Immer am letzten Schultag vor den Herbstferien feiert die Grundschule ihr „Erntedankforum“. Auch in diesem Jahr hatten sich wieder alle Schüler mit einer kleinen Lebensmittelspende beteiligt. Nacheinander füllten die einzelnen Klassen einen großen Tisch mit Marmelade, Kaffee, Brot, Kartoffeln und anderen Lebensmitteln.

Was die Jungen und Mädchen mitbrachten, holten am Nachmittag Mitarbeiter der Oldenburger Tafel ab, um es dann an Bedürftige zu verteilen.

Zum Erntedankforum gehört aber nicht nur, dass die Kinder die Bedeutung des Teilens lernen, sie dürfen an diesem Tag auch Eltern und Großeltern vorführen, was sie in den Wochen zuvor eifrig einstudiert haben.

Lieder und Gedichte rund um den Herbst und das Erntedankfest – nicht nur auf Deutsch sondern auch in englischer Sprache gehörten in diesem Jahr zum Programm und die kleine Grundschule drohte unter dem Ansturm von stolzen Mamas, Papas, Omas und Opas förmlich aus allen Nähten zu platzen.

Die Erwachsenen waren aber nicht nur zum Zuhören und Zuschauen da: Bei einem Herbstkanon konnten sie gemeinsam mit den Schülern auch ihre eigenen Sangeskünste unter Beweis stellen – und wollten am liebsten gar nicht mehr aufhören.

Nordwest-Zeitung vom 13. 7. 2009:

Tafel serviert nach "Spielregeln"

SOZIALES
Einrichtung in Oldenburg stets gut besucht, Diskretion sehr wichtig

Jan Freede bei der Lebensmittelausgabe der Oldenburger Tafel
Anderen helfen gehört dazu: Jan Freede bei der Lebensmittelausgabe der Oldenburger Tafel (BILD: CHMURA)

DIE ZAHL DER HILFESUCHENDEN NIMMT WEITER ZU. FÜR EINEN REIBUNGSLOSEN ABLAUF BEI DER AUSGABE SORGEN INSGESAMT 90 EHRENAMTLICHE KRÄFTE.

VON JESSICA CHMURA

OLDENBURG - Geduldig warten einige Frauen und Männer vor der Tür der Oldenburger Tafel. Drinnen bei der Lebensmittelausgabe geht es lebhaft zu. "Das ist noch ruhig", meint Inka Ibendahl, Vorsitzende der Tafel in Oldenburg. "Am Monatsende kommen viel mehr Leute zu uns."

Über den großen Andrang und die wachsende Nachfrage um Hilfe von der Tafel ist sie allerdings überhaupt nicht erfreut. Nach ihrer eigenen Statistik hat sich die Zahl der Neuanmeldungen pro Woche innerhalb der letzten zwei Jahre verdoppelt.

"Aber ich merke, dass ich strenger werde", sagt Ibendahl. Für die Lebensmittelausgabe gibt es einige "Spielregeln". So werden Brot, Obst und Milchprodukte ausschließlich an Besitzer des Oldenburg-Passes ausgegeben. Dieser soll einkommensschwachen Personen durch Rabatte den Zugang zum öffentlichen Leben erleichtern.

Kritische Stimmen, die Tafeln würden als "offenes Haus für alle" gelten und sogar Nicht-Bedürftige unterstützen, weißt Inka Ibendahl entschieden zurück. "Wir haben zwar den Status der Mildtätigkeit, aber wir werden ja auch regelmäßig kontrolliert. Da können wir es uns gar nicht erlauben, uns nicht an Vorgaben zu halten", erklärt sie. Der Forderung des Bundesvorsitzenden Gerd Häuser, seitens der Politik größere Anstrengungen zur Bekämpfung von Armut in Deutschland aufzunehmen, pflichtet Ibendahl bei. "Wir wollen keine tollen Reden mehr hören, es muss endlich etwas getan werden."

An Unterstützung für die Oldenburger Tafel mangele es nicht. Die Bereitschaft, Lebensmittel oder Geld zu spenden, sei in der Stadt sehr groß. "Für unsere Nutzer bedeutet dies, dass wir ihnen eine große Auswahl an Brotwaren, Obst, Gemüse und anderen Produkten bieten können. Das ist für uns Mitarbeiter genauso schön", berichtet Ibendahl.

Lange Wartezeiten gibt es nicht, alles läuft wie am Schnürchen. Dafür sorgen die Farbkarten, mittels derer die Nutzer in Gruppen eingeteilt werden. Nach einem Rotationsprinzip können sie sich ein Mal wöchentlich zu wechselnden Zeiten festgelegte Portionen abholen.

Diskretion wird bei der Oldenburger Tafel groß geschrieben. "Auch wenn immer mehr Menschen zu uns kommen, nach Essen fragen zu müssen ist für viele schambesetzt", weiß Inka Ibendahl. Vor allem Alleinerziehende und viele junge Menschen nutzen das Angebot der Tafel. 90 ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf. "Wir haben einen klaren Ehrenkodex: Unsere Prämisse ist das Ehrenamt", bekräftigt Ibendahl, die seit dem Start der Oldenburger Tafel vor 13 Jahren dabei ist. "Und wir werden noch lange so weitermachen."

Tafeln gibt es im Oldenburger Land u.a. auch in Cloppenburg, Delmenhorst, Friesoythe, Jever, Lohne, Westerstede, Wildeshausen und Wilhelmshaven.


Nordwest-Zeitung vom 27. 6. 2009:

Wallschule spendet an die Tafel

LR

OLDENBURG - Eine Spende über 365 Euro überreichten jetzt Grundschüler zweier Klassen der Wallschule an die Oldenburger Tafel. Bei der Spende handelte es sich um Einnahmen, die auf dem Frühlingsfest der Schule durch Bastelarbeiten und Spielangebote eingenommen worden waren.

Die Kinder zeigten sich von dem Besuch bei der Oldenburger Tafel sehr beeindruckt. "Wenn ich groß bin, will ich auch bei der Tafel mitarbeiten", schrieb einer der Schüler. "Ich finde es gut, dass keine Sachen ausgegeben werden, wo Alkohol drin ist", ein anderer. Gar nicht gut fanden die Kinder, "dass nicht alle Läden an die Tafel spenden." Gut sei, dass die Lebensmittel gerecht an alle Bedürftigten verteilt würden.


Nordwest-Zeitung vom 7. 4. 2009:

Vergnügen bei der guten Tat

BENEFIZKONZERT
Zuschauer und Musiker bester Stimmung im Staatstheater

Thematisches Bühnenbild: Candy and the Sugarboys mit passend gekleideten Kindern zum Jose-Feliciano-Song "Rain"
Thematisches Bühnenbild: Candy and the Sugarboys um Irmin Burdekat (hinten rechts) und dessen Frau Candis (am Mikro) mit passend gekleideten Kindern zum Jose-Feliciano-Song "Rain".
(BILDER: PETER KREIER)

DIE EINNAHMEN DES KONZERTS SIND FÜR DIE OLDENBURGER TAFEL BESTIMMT. ES SOLL EINE WIEDERHOLUNG GEBEN.

VON MICHAEL EXNER

OLDENBURG - Das Publikum war gemischt " wie das Programm. Doch Akteure wie Besucher der Benefizgala für die Oldenburger Tafel am Sonntagabend im Staatstheater hatten eines gemeinsam: das Vergnügen an dieser Premiere " und am guten Zweck.

Thomas Schulz von der Agentur "Mitunskannmanreden" hatte die Initiative ergriffen (wofür ihm die Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl kräftig auf die Schultern klopfte). Sein Motto: Oldenburger Künstler spielen für die Oldenburger Tafel. Ob Al-Yasha Anderson oder Promises! Promises!, ob Candy and the Sugarboys oder Funke, ob "Die kleine Jazzmusik" oder das Spontantheater mit seinen verbindenden Blödeleien: Sie alle hatten so spürbar Spaß am ungewohnten Rahmen, dass der künstlerische Erfolg nach dreieinhalb Stunden außer Frage stand, auch wenn der ökonomische damit nicht Schritt hielt. 310 zahlende Zuhörer (die geschätzte 2500 Euro für die Tafel bringen) lassen noch Luft nach oben für die nächste Runde. Und die, verspricht Thomas Schulz, "gibt es auf jeden Fall."

Der Programm-Mix setzte mit Wechselspielen sich auf der Bühne fort. Da legte Al-Yasha Anderson die Gitarre beiseite und holte mal eben die drei Ex-Flower-Streetler, die heute unter "Gute Alte Bekannte " Die Kleine Jazzmusik" als muntere Rentnerband firmieren, auf die Bühne und revanchierte sich bei deren Auftritt. Beides passte.

Für Zugabe-Chöre sorgte der erste öffentliche Auftritt von Candy and the Sugarboys, die nach eigener Einschätzung "älteste Schülerband des Ammerlandes", mit der sich Oldenburgs Erfolgs-Gastronom Irmin Burdekat einen Kindheitstraum erfüllt hat (die NWZ berichtet). "Gesucht wurden ja Leute, die ohne Gage spielen," erklärte Burdekat sein Da-Sein, "aber wir sind die einzigen, die auch noch ihre eigenen Getränke und Butterbrote mitbringen, da haben wir den Job gekriegt."


taz - die tageszeitung vom 22. 3. 2009:

Paralleler Supermarkt

Hochkonjunktur herrscht im Moment vielleicht nur hier: Ein Nachmittag bei der "Oldenburger Tafel", die inzwischen von mehr als 3.500 Menschen genutzt wird.

VON JENS UTHOFF

"Einmal gemischt", das bekommen sie an der Gemüsetheke am häufigsten zu hören. Wie in einem Gemischtwarenladen stapeln sich Brot und Brokkoli hinter dem Tresen. Ebenso uneinheitlich ist auch die Kundschaft: Da ist der junge Mann mit der Baseballcap und den Kopfhörern im Ohr; die Frau mit Kopftuch, zwei Kinder an den Händen; der ältere Herr mit seiner Gehhilfe. Was alle eint: Sie haben kein Geld für etwas zu essen.

Im Juni 2008 hat die Oldenburger Tafel ein neues Quartier bezogen, dreihundert Quadratmeter, zwei Minuten vom Bahnhof entfernt. Insgesamt gibt es in der Bundesrepublik rund achthundert Tafeln, in Bremen und Niedersachsen allein sind es 100. Aus gemeinnützigen Spenden und den Resten der Supermärkte verteilen sie Lebensmittel an Bedürftige.

Als bedürftig gilt in Oldenburg, wer Leistungen nach Hartz IV bezieht und einen so genannten Oldenburg-Pass hat. Die dortige Tafel gibt es seit 1996. Täglich zwischen 13 und 16 Uhr ist zentrale Essensausgabe, darüber hinaus werden Kindertagesstätten, Horte und Einrichtungen für alte Menschen beliefert. Insgesamt erreicht die Tafel 3.500 Menschen in und um Oldenburg. Mehr als zwei Prozent der Bevölkerung.

"Ein neues Gesicht", sagt ein magerer Mann mit Blick auf den neuen Mitarbeiter der Essensausgabe, "woher kommen Sie denn"" - "Aus Bremen." - "Ach, aus der Frikadellenstadt!" Hier aber gibt es an diesem Nachmittag keine Fischfrikadellen, dafür Kartoffeln, und die im Übermaß. Ein kleiner Junge krakeelt. Er wollte Weintrauben. "Heute nehmen wir Erdbeeren", sagt seine Mutter, "und Schluss." Seine Schwester hat sich durchgesetzt. Und zweimal Obst gibt es nicht.

"Wir haben immens hohen Zulauf derzeit", sagt Inka Ibendahl, Vorsitzende des Vereins "Oldenburger Tafel". Ihre Stimme hält noch durch, die kräftige Frau mit kurzen, gräulichen Haaren selbst ist etwas angeschlagen. "Pro Woche kommen bis zu 30 Nutzer und Nutzerinnen dazu." Sie entschuldigt sich kurz, muss einem der "Kunden" das mit den farbigen Kärtchen erklären: Jeder Farbe ist ein Halbstundenfenster an der Essensausgabe zugeteilt. "So müssen wir das machen." Es habe durchaus schon Situationen gegeben, in denen die Nutzer ihre Ellenbogen einsetzten.

Um die 90 Ehrenamtliche sind für die Oldenburger Initiative im Einsatz, die meisten einmal in der Woche. Handwerker blieben gleich als Helfer da; Jugendliche, die ihre Sozialstunden hier ableisteten, arbeiteten freiwillig bei der Tafel weiter.

Zuletzt gab es Berichte, nach denen es in Oldenburg und anderswo einen massiven Spendeneinbruch gegeben habe - die Wirtschaftskrise sei Schuld, natürlich. In Oldenburg ist das nicht der Fall. Das zeigt auch der "neue Stolz der Einrichtung", so Ibendahl: ein begehbarer Kühlschrank. Und draußen steht ein nagelneuer Kleinbus.

Am Verkaufstresen hätte ein Mann statt Salat lieber Paprika. Die sind aber knapp heute. Er bekommt schließlich eine einzige. "Wie auf einem Basar gehts hier manchmal zu", sagt der athletische Student. Er hilft an der Obsttheke aus - um kein Bußgeld zahlen zu müssen, wegen eines Fahrvergehens. Jetzt kommt eine Nutzerin, sie trägt eine modische Weste, eine Lederhandtasche, roten Lippenstift. Man könnte ihr wohl auch im Theater begegnen. "Ich kann mich so schlecht entscheiden", sagt sie, "Brot gabs ja massig", aber mit Obst und Gemüse sehe es "ja nicht so gut aus". In der Tat: "Bananen", kann der Student noch anbieten - "oder Bananen."

In der allgemeinen Flaute erleben die Tafeln einen Boom. Auch die Finanzierung über Firmen- und Stiftungsgelder funktioniert. Die Tafel in Verden konnte zuletzt 170.000 Euro durch die ARD-Sendung "Ein Platz an der Sonne" akquirieren. Weitere Spenden ermöglichen dort nun einen Neubau: Ende September soll das 450.000 Euro teure Objekt eingeweiht werden. Rasch wurden Stimmen laut, es sei unverhältnismäßig, so viel Gelder in einen einzigen Standort zu investieren. "Purer Neid", sagt die Verdener Tafel-Vorsitzende Heike Doppertin. "Es steht jedem frei, sich das zu erarbeiten, was wir uns hier erarbeitet haben." Man habe die Stadt um Räume gebeten; die habe es nicht gegeben.

Kritik äußerte die Linkspartei im Kreis Verden: "Mancher Unternehmer" glaube, er habe "mit großzügigen Spenden seine Schuldigkeit getan", und kaufe sich aus anderen Verantwortlichkeiten frei. Es geht dabei wohl um eine Standortbestimmung: Die Linke spricht einerseits vom "Tiefpunkt bundesrepublikanischer Sozialpolitik", ist sich andererseits nicht ganz sicher, wie sie zum Engagement der Freiwilligen steht.

Auch anderswo wird das Prinzip Tafel kontrovers diskutiert. "Fast ganz unten" heißt ein Buch des Karlsruher Soziologen Stefan Selke - ein Titel, der an die Reportagen Günter Wallraffs erinnert oder an Alexander Stenbock-Fermors "Deutschland von unten" aus dem Jahr 1932. Selke sieht ein strukturelles Problem im Umgang mit Armut: Die Tafeln als "Auffangbecken" oder Parallelwelt leisteten demnach Armutsbewältigung - die Bekämpfung bleibe auf der Strecke.

"Wir sind schon ein Politikum hier", sagt Inka Ibendahl. "Manche sagen, wir sollten mal ein paar Wochen schließen, damit die Leute sehen, was dann los ist." Warnstreik bei den Tafeln - die Menschentraube, die jetzt wieder vor der Tür steht, müsste dafür hungern.

Aber heute noch nicht: Für die kommende halbe Stunde kommen die mit den orangefarbenen Kärtchen dran. "Wir haben uns politisch auch dafür eingesetzt, dass Besitzer eines Oldenburg-Passes kostenlos den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen können - erfolglos." Ibendahl rollt in ihrem Sessel zum Empfangstresen. Vor einem Absperrband drängeln die nächsten. Die Bananen sind inzwischen aus. Gut, dass der Teamleiterin etwas einfällt: "Holt mal die Honigpaletten rüber", sagt Gunda Christoph. Wer den Honig nicht will, der bekommt halt ein paar Kartoffeln mehr. Von denen gibts heute schließlich satt.


Nordwest-Zeitung vom 19. 3. 2009:

Tafel hat neue Ausgabestelle

LR

DIETRICHSFELD - Der Stadtteiltreff Dietrichsfeld hat eine Ausgabestelle der Oldenburger Tafel eingerichtet. Hier werden freitags von 13.30 bis 14.30 Uhr Lebensmittel ausgegeben. Wer das besondere Angebot der Tafel nutzen möchte, melde sich unter Tel. 570 78 92 oder direkt im Stadtteiltreff Dietrichsfeld, Alexanderstraße 331, an.

Dieser Service richtet sich an Personen mit gültigem Oldenburg-Pass, für die es schwierig ist, die Hauptausgabestelle an der Kaiserstraße zu erreichen. Den Oldenburg-Pass gibt es im Bürgerbüro-Mitte am Pferdemarkt 14.


Nordwest-Zeitung vom 17. 2. 2009:

Mit 8000 Euro Kinder gesünder ernähren

SPENDE
Tafel unterstützt Krippen und Schulen mit Geld für Obst und Gemüse

Inka Ibendahl und Franz-Josef Boklage
Spende für vitaminreiche Ernährung: Inka Ibendahl nimmt einen Scheck von Franz-Josef Boklage entgegen
(Bild: von Reeken)

BKL

OLDENBURG - Die gesunde Ernährung von Kindern wird unterstützt: Der Rotary Club Graf Anton Günther hat dem Verein Oldenburger Tafel am Montagabend eine Spende in Höhe von 8000 Euro übergeben. "Damit sind unsere Hilfsprojekte für die vitaminreiche Ernährung von Kindern gesichert", sagte Vereinsvorsitzende Inka Ibendahl bei der Scheckübergabe. "Sogar neue Projekte können wir damit ins Leben rufen."

Bisher unterstützt die Tafel sieben Kindergärten, Krippen und Grundschulen mit bis zu 70 Euro im Monat, damit sie zusätzlich Obst und Gemüse für die Mädchen und Jungen kaufen können. "Das reguläre Kostgeld reicht meist einfach nicht, um die Kinder gesund zu ernähren " erst recht nicht im Winter. Denn Äpfel, Bananen und Tomaten sind teuer", meinte Ibendahl.

Das Geld stammt aus den Einnahmen des 11. Benefizkonzertes, das die Rotarier Anfang Dezember vergangenen Jahres veranstaltet haben " ein Harfenkonzert, das von etwa 250 Zuhörern besucht wurde.

"Alle Erträge von den Einnahmen für die Karten sowie die Gelder von Sponsoren und Spendern fließen dem guten Zweck zu", sagte Franz-Josef Boklage, Präsident des Clubs. Erneut wollten die Rotarier ein Projekt in der Region unterstützen. "Und bei der Tafel können wir uns sicher sein, dass unser Einsatz segensreich eingesetzt wird."


Nordwest-Zeitung vom 7. 2. 2009:

Bei der Tafel lange im Einsatz

AKTION
Gunda Christoph sorgt als Teamleiterin für die Ausgabe der Lebensmittel

Gunda Christoph und Friedrich Scholten
Frische Äpfel: Gunda Christoph ist Teamleiterin bei der Oldenburger Tafel. Hier bekam sie Obst von Landwirtschaftskammerpräsident Friedrich Scholten.
(Bild: Archiv)

VOLKSBANK UND VON SABINE SCHICKE

OLDENBURG - So hilfsbereit sind die Oldenburger: Sie sehen, dass andere Unterstützung brauchen und setzen sich für jene ein, denen es nicht so gut geht. Und das tun sie nicht nur heute und morgen, sondern über Jahre. Ehrenamtliches Engagement wird in dieser Stadt großgeschrieben.

Und so ist die Resonanz auf die vierte Runde der Aktion Oldenburger des Jahres schon nach zwei Tagen überwältigend. Mehrere Dutzend Coupons wurden schon ausgefüllt und an die Redaktion geschickt oder gefaxt und gemailt mit Namen jener, die das Leben in dieser Stadt noch lebenswerter machen. All jenen einmal öffentlich zu danken, ist das Ziel dieser gemeinsamen Aktion der Volksbank und NWZ.

Eine der ersten, die vorgeschlagen wurde, ist Gunda Christoph aus Ofenerdiek. Seit mehr als acht Jahren hilft die 66-Jährige zweimal in der Woche, bei der Oldenburger Tafel Lebensmittel an Bedürftige auszugeben. Daher wurde sie von Helga Jonischeit für die Aktion genannt. Für Gunda Christoph, die auch im Ollnborger Kring und im Bürgerverein aktiv ist, hat die Arbeit von der Tafel als Teamleiterin zwei Aspekte. "Wir können wirklich Menschen helfen, und wir tragen dazu bei, dass essbare Lebensmittel nicht im Müll landen." [...]


Nordwest-Zeitung vom 8. 1. 2009:

Kleine Sternsinger sammeln fast 500 Euro ein

KIRCHE
Premiere in Osternburg-Tweelbäke " Süßigkeiten für Oldenburger Tafel

LR

OSTERNBURG/TWEELBÄKE - In diesem Jahr sind im Bereich Helmsweg erstmals Gruppen aus dem Lukas-Haus (evangelische Kirchengemeinde Osternburg-Tweelbäke) in Begleitung eines Erwachsenen als Sternsinger unterwegs gewesen. Die als Heilige Drei Könige verkleideten Kinder sangen Lieder, sagten Gedichte auf und baten für die ökumenische Sternsinger-Aktion zum Motto "Kinder suchen Frieden " Kinder in Kolumbien" um eine kleine Spende. Anschließend wurde der Neujahrssegen ans Haus geschrieben.

Trotz des kalten und windigen Wetters hatten alle viel Spaß. Die Kinder wurden überall herzlich aufgenommen und manchmal teilweise sogar mit Kinderpunsch und Keksen versorgt.

Die Sammlung hatte großen Erfolg. Laut Mitteilung der Kirchengemeinde kamen fast 500 Euro zusammen. Neben Geldspenden erhielten die Kinder auch viele Süßigkeiten. Diese wurden aber nur teilweise selber vernascht. Viele Leckereien gaben die Sammler an die Oldenburger Tafel weiter.

Im Kindergottesdienst des Lukas-Hauses am Sonntag berichteten die kleinen Sternsinger von ihren Erlebnissen. Und sie waren sich einig: "Im nächsten Jahr machen wir wieder mit."


Nordwest-Zeitung vom 5. 12. 2008:

Kühlung für die "Tafel"

Die Oldenburger Tafel hat am neuen Standort an der Kaiserstraße endlich Platz für eine Kühlzelle. Verderbliches kann dort leichter frisch gehalten werden. Bei der Finanzierung half eine Spende der Bremer Landesbank, die der Tafel-Vorsitzenden Inka Ibendahl einen Scheck in Höhe von 5000 Euro überreichte. Der Bank sind nach Auskunft der Tafel-Vorsitzenden bürgernahes, gesellschaftliches und soziales Engagement in der Nordwest-Region wichtig. Inka Ibendahl berichtet, dass der Bedarf an Lebensmitteln stetig steige. Derzeit meldeten sich im Schnitt jede Woche 30 neue Nutzer, die die kostenlose Ausgabe von Lebensmitteln in Anspruch nehmen. Inzwischen lassen sich an den Ausgabetagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils mehr als 600 Menschen registrieren. Außerdem werden noch wöchentlich 20 Einrichtungen in der Stadt beliefert, in denen noch einmal 3500 Menschen mit Essen versorgt werden. Ehrenamtlich engagieren sich in der Oldenburger Tafel 90 Männer und Frauen.


Nordwest-Zeitung vom 4. 12. 2008:

Eine Volksharfe ist ganz schön beweglich

KONZERT
Französische Werke im 11. Rotarischen Schlosskonzert mit Annika Wirth und Anke Franzius

DIE MUSIK BEEINDRUCKTE DIE ZUHÖRER. DIE EINNAHMEN GEHEN AN DIE OLDENBURGER TAFEL.

VON HORST HOLLMANN

OLDENBURG - Etwas unhandlich sei so eine Doppelpedalharfe schon, räumt Annika Wirth schmunzelnd ein. Und richtig schwer zu transportieren. Aber wer die Soloharfenistin des Staatsorchesters und ihre freischaffende Partnerin Anke Franzius im 11. Rotarischen Schlosskonzert gehört hat, würde sie sofort von derartigen Lasten befreien. Solchen Künstlerinnen trüge man die Instrumente überall hinterher.

Stimmen indes muss das Duo die jeweils 47 Harfensaiten selbst. Das ist nicht nur vorher eine aufwendige Arbeit, es bedarf dazu sogar einer verlängerten Pause. Lästermäuler sagen, pro Saite eine Minute. Doch von solchen Mühen ist im Programm nichts zu spüren. Es ist in einer sehr einheitlichen Linie " bis auf eine fetzige Zugabe von Carlos Salzedo " französischen Komponisten gewidmet, sensibel und streng zugleich aufbereitet.

Original für Harfe haben Zeitgenosse Bernard Andrès und die Spätromantikerin Henriette Renie komponiert. Fein treffen die Spielerinnen den wehmütigen Lyrismus in der tänzerischen Faktur. Bei Renies "Les Pins de Charlannes" demonstrieren Wirth und Franzius zudem den Unterschied zwischen irischer Harfe und moderner Konzertharfe. Und die Zuhörer staunen über die Beweglichkeit der fast 1000 Jahre alten "Volksharfe".

Von Klavier- oder Orgelwerken transkribiert sind die Beiträge von Debussy, Faure, Ravel und Franck. Reichhaltige und differenzierte Farb- und Dynamik-Nuancen entwickeln darin die Interpretinnen. Ja, es gelingt ihnen sogar weitgehend, nicht in gefällige Gesten abzugleiten, wenn sich heftige Akzente des Klavier-Originals einem kräftigeren Zugriff entziehen. Vor allem in Ravels Kindermärchenstücken "Ma Mère l"Oye" ist die Maskenhaftigkeit der Musik frappierend gezeichnet. In die Gefilde seichter Unterhaltungsmusik driftet da nichts.

Künstlerisches Format und äußerer Rahmen ergänzen sich. Der Schlosssaal ist beim Benefizkonzert fast voll besetzt. Die Einnahmen des Rotary Clubs Oldenburg " Graf Anton Günther gehen vollständig an die Oldenburger Tafel, die es für ihr Programm zur ausgewogenen Ernährung von Kindern einsetzt.


Nordwest-Zeitung vom 18. 10. 2008:

Patienten zeigen sich großzügig

SOZIALES
Arztpraxis spendet 5600 Euro " Erlös aus Zahngold

Freude über die Spendebereitschaft der Patienten
Freuen sich über die Spendebereitschaft der Patienten (v. l.): Klaus Kiekbusch (Jugendamt Stadt Oldenburg), Karl-Uwe Mahnken, Axel Meltl (Leiter Freizeitstätte Ofenerdiek) und Margrit Behrens (Oldenburger Tafel).
(Bild: Stadt Oldenburg)

LUK

OFENERDIEK - Die beständigste Wertanlage schlummert immer noch zwischen den Zähnen. Diese Erfahrung haben 70 Patienten der Zahnarztpraxis Dr. Karl-Uwe Mahnken aus Ofenerdiek gemacht. 5600 Euro kamen innerhalb eines Jahres aus dem Verkauf ihrer ausgedienten Kronen und Brücken aus Gold und anderen Edelmetall-Legierungen zusammen. Mit dem Erlös unterstützen die Patienten gemeinnützige Zwecke in Oldenburg. Jeweils 1400 Euro konnte Dr. Karl-Uwe Mahnken der Freizeitstätte Ofenerdiek, dem Haus Regenbogen, dem Förderverein der Grundschule Kreyenbrück und der Oldenburger Tafel überreichen. "Mit Hilfe dieser Spende wollen wir den Kindern und Jugendlichen aus Ofenerdiek einen Ausflug zum Kletterpark Conneforde ermöglichen", freut sich Axel Meltl, Leiter der Freizeitstätte Ofenerdiek, über die finanzielle Unterstützung.

Bereits zum fünften Mal spendet die Praxis Dr. Mahnken den Erlös aus dem Verkauf von Zahngold an gemeinnützige Zwecke. "Das ist mittlerweile ein Selbstläufer", freut sich Karl-Uwe Mahnken über die Spendebereitschaft seiner Patienten. Nach der Behandlung werden die Patienten gefragt, ob sie ihr ausgedientes Zahngold behalten oder spenden wollen.

Viele würden mittlerweile auch Altgold von zu Hause mitbringen. "Die Leute sind meist überrascht, was da zusammen kommt", so Mahnken. "Allerdings", fügt er hinzu, "erzielen wir als Praxis natürlich einen wesentlich besseren Preis als Privatpersonen." Fest steht: Das Projekt wird in jedem Fall fortgesetzt.


Nordwest-Zeitung vom 17. 10. 2008:

Kindergarten engagiert sich für Tafel

AKTION
Herbstmarkt am Langenweg mit Rollenspiel eröffnet " Erlös gespendet

Der evangelisch-lutherische Kindergarten Langenweg in Ofenerdiek unterstützt die Oldenburger Tafel
Gemeinsame Aktion mit der Oldenburger Tafel: (v. l.) Die Kinder Niklas, Lasse, Paul Niklas, Emely, Jan-Marco mit Margit Behrens, Schatzmeisterin Oldenburger Tafel (links knieend) und Erzieherin Christa Hobe.
(Bild: Torsten von Reeken)

OFENERDIEK - Schöne Idee zum Erntedankfest: Der evangelisch-lutherische Kindergarten Langenweg in Ofenerdiek hat den Herbstmarkt mit einem kleinen Rollenspiel eröffnet. In dem Stück erklärten die Kinder spielerisch, welche Arbeit die Oldenburger Tafel leistet.

Die Kinder hatten zuvor mit viel Freude und Engagement Igel und Drachen gebastelt sowie Brot in Tontöpfen gebacken. Außerdem wurden Knete, Badesalz und Duftsäckchen hergestellt und verkauft. Auch die Eltern unterstützten den Herbstmarkt mit selbst gebackenem Brot und Marmelade aus eigener Herstellung sowie Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.

Der Erlös der Aktion wurde der Tafel gespendet, deren Engagement darin besteht, Lebensmittel einzusammeln, die von einwandfreier Qualität sind, aber nicht mehr im Handel verwendet werden. Sie werden in der Kaiserstraße 14 kostenlos an Menschen abgegeben, die ein niedriges Einkommen nachgewiesen haben und im Besitz eines Oldenburg-Passes sind. Diesen Ausweis gibt es im Bürgerbüro-Mitte am Pferdemarkt. Ein Bescheid über Wohngeld, Arbeitslosengeld (ALG) II oder Grundsicherung und ein Lichtbildausweis muss bei der Ausstellung vorgelegt werden.


Nordwest-Zeitung vom 3. 10. 2008:

Mit Essen in die Kirche

FA

HUNDSMÜHLEN - Am Sonntag, 5. Oktober, wird ab 11 Uhr in der Matthäus-Kirche in Hundsmühlen der Erntedank-Gottesdienst gefeiert. Die Kirchengemeinde sammelt an diesem Tag Lebensmittel für die Oldenburger Tafel. Alle Gemeindeglieder werden gebeten, Nahrung mitzubringen und sie als Spende auf den Stufen des Altars abzulegen. "Ob Mehl, Margarine, Marmelade, Schokolade, Milch " alle Lebensmittel helfen dem Verein, den Hunger der wachsenden Zahl von Bedürftigen zu helfen", wirbt Pastor Martin Böhmen für die Aktion. Im Anschluss an den Gottesdienst werden die Lebensmittel von einer Mitarbeiterin des Vereins abgeholt. Beim gemeinsamen Kirchencafe nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, sich über die Arbeit des Vereins zu informieren.


Nordwest-Zeitung vom 27. 9. 2008:

Schüler sammeln Lebensmittel für Bedürftige

AKTION
Motto: Kauf eins mehr " Rotaract Club und Aktiv Markt unterstützen Oldenburger Tafel

MRE

BÜRGERFELDE - Lukas Rüth (16) und Thore Singmann (15) standen gut in Position. Die beiden Schüler fingen die Kunden im Supermarkt noch vor ihrem Einkauf ab. So wollten sie möglichst jeden auf die Aktion des Rotaract Club und des Aktiv Marktes an der Alexanderstraße aufmerksam machen. In zwei Schichten sammelten insgesamt acht Schüler Lebensmittel für die Oldenburger Tafel. Die Kunden wurden gebeten, ihrem Einkauf zusätzliche Artikel hinzuzufügen und nach dem Bezahlen zu spenden.

"Kauf eins mehr", so lautete das Motto der Sammelaktion. Vor allem haltbare Lebensmittel waren gefragt, und so füllten sich die vorbereiteten Einkaufswagen schnell mit Nudeln, Cornflakes und jeder Menge Gemüsekonserven.

"Es gibt viele Bedürftige, denen geholfen werden muss", sagte Lukas, "und deshalb habe ich mich freiwillig bei dieser Aktion angemeldet." Er wolle am Aktionstag nicht in irgendein Museum gehen, sondern aktiv den Menschen helfen.

Ähnlich sieht es sein Klassenkamerad Thore: "Ich finde es gut, anderen Menschen zu helfen. Und heute will ich so viele Leute wie möglich überzeugen, etwas Gutes zu tun."

Das Projekt ist längst keine neue Idee mehr. Bereits im vergangenen Jahr fand die Aktion "Kauf eins mehr" im Aktiv Markt statt.

"Die Resonanz war sehr gut, deshalb entschied man sich damals schon für eine Wiederholung", berichtete Andreas Wassmann, stellvertretender Filialleiter des Marktes.


Nordwest-Zeitung vom 22. 8. 2008:

Bezirksverband zahlt

TAFEL PARKGEBÜHREN
Helfer freuen sich " Stifter hoffen, dass Stadt Votum überdenkt

INE

OLDENBURG - Spontan gehandelt hat am Donnerstag der Oldenburger Bezirksverband. Geschäftsführer Karl-Heinz Meyer stellte aus der vom Verband verwalteten Hayen-Stiftung 150 Euro zur Verfügung, die der Oldenburger Tafel übergeben werden, damit dort die Parkgebühren bezahlt werden können. Die ehrenamtlichen Helferinnen der "Tafel" hatten beklagt, dass die Stadt ihnen nicht die Parkgebühren erlasse, während sie Lebensmittel an Bedürftige ausgeben.

"Die 150 Euro sind eine Art Soforthilfe, die Luft verschafffen soll", sagte Meyer zu der unbürokratischen Unterstützung für die "Tafel". Er hofft, dass bei der Stadt noch einmal darüber nachgedacht wird, ob man den Ehrenamtlichen die Parkgebühren während der Lebensmittelausgabe nicht erlässt. "Das müsste doch möglich sein", meint er.

Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl freute sich über das Geld, aber auch über die Anerkennung der Arbeit, die die "Tafel" für die Menschen in dieser Stadt leistet.


Nordwest-Zeitung vom 21. 8. 2008:

Sponsor für Parkgebühr der Ehrenamtlichen gesucht

UNTERSTÜTZUNG
Tafel-Mitarbeiter müssen während der Lebensmittelausgabe die Tickets zahlen

OLDENBURG. Immer wieder über Knöllchen hinter den Scheibenwischern ärgern sich die Ehrenamtlichen der Oldenburger Tafel, die an der Bahnhofstraße Lebensmittel an Bedürftige ausgeben. Seit sie von der Alexanderstraße in das Bahnhofsviertel umgezogen sind, haben sie zwar schönere Räume, aber ein Parkproblem.

Nicht alle, so berichtet Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl, könnten mit dem Fahrrad kommen. Wer sein Auto auf der Fläche neben der Lebensmittelausgabe parkt, muss den Automaten mit 50 Cent für 30 Minuten füttern. "Da kommt was zusammen", rechnet Inka Ibendahl. Den Tafel-Mitarbeitern die Gebühren zu erlassen, war von der Politik abgelehnt worden.

"Eine Vorstandskollegin wollte nur kurz ihr Postfach leeren und hatte gleich ein Knöllchen in Höhe von fünf Euro", berichtet Inka Ibendahl. Sie habe mit einem Bedürftigen noch ein längeres Gespräch geführt und daher um 45 Minuten überzogen und musste 15 Euro zahlen.

Aus Sicht des Tafel-Vorstands ist das eine Missachtung der Arbeit der Hilfsorganisation. "Wir setzen uns für die Menschen ein, die nicht so viel Geld haben, immerhin beliefern wir auch viele Stellen der Gemeinwesenarbeit der Stadt. Da schätzt man unsere Unterstützung, aber an anderen Stellen hakt unsere Kommunikation mit der Verwaltung", beklagt die Vorsitzende der Hilfsorganisation. Von den Spendengeldern darf und will sie keinen müden Cent für die Parkgebühren abzweigen. "Das kommt für uns nicht in Frage", sagt sie, und so sucht sie jetzt Sponsoren für die Parkgebühren.

Selbst eine Park-Ausnahmegenehmigung, für die Unternehmen Gebühren zahlen, hat Inka Ibendahl vergeblich versucht, zu beantragen. "Uns wird das nicht bewilligt", klagt sie.

Eine ähnliche Erfahrung hat sie mit den Bio-Müllgebühren gemacht. In diese Tonne kamen eben jene Lebensmittel, die partout nicht mehr zum Verzehr geeignet waren. Da hätte sie nachweisen sollen, dass sie die Gebühren nicht zahlen können, um die Befreiung zu bekommen. Jetzt wird ein Teil des Biomülls von einer Biogas produzierenden Firma abgeholt, ein weiterer Teil wird als Tierfutter abgegeben.


Nordwest-Zeitung vom 15. 7. 2008:

Zu Besuch mit vollen Körben

HORT
Kinder sammeln Lebensmittel für Oldenburger Tafel

Hortkinder der evangelischen Kindertagesstätte Edewechter Landstraße zu Besuch bei der Oldenburger Tafel (Bild: Patrick Buck)
Hortkinder der evangelischen Kindertagesstätte Edewechter Landstraße zu Besuch bei der Oldenburger Tafel.
(Bild: Patrick Buck)

VON PATRICK BUCK

EVERSTEN/BAHNHOFSVIERTEL - Kleine große Helfer: Stolz statteten elf Kinder der Hortgruppe aus der evangelischen Kindertagesstätte Edewechter Landstraße der Oldenburger Tafel einen Besuch ab. Sie hatten seit Februar haltbare Lebensmittel bei den Eltern aller Kita-Kinder gesammelt. Dabei sind einige Einkaufskörbe voller Konserven, Nudeln, Reis und mehr zusammengekommen, die die fleißigen Sammler nun persönlich bei der Tafel in der Kaiserstraße vorbeibrachten.

"Ich fand es beeindruckend, dass sogar viele Eltern etwas gegeben haben, die selbst nicht viel haben", sagte Kita-Leiterin Ina Struck. Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl war über den Einsatz des Nachwuchses begeistert. Als Belohnung dafür gab es für jeden noch eine kleine Süßigkeit.


Delmenhorster Kreisblatt vom 17. 6. 2008:

Immer mehr Menschen nutzen die Tafel

Allein in den vergangenen fünf Monaten ist die Zahl der Kunden um rund 400 gestiegen. Viele von ihnen sind überrascht von der Geschwindigkeit ihres sozialen Abstiegs.

die Ehrenamtliche Erika Rohd sortiert Brot und Brötchen vom Vortag in die Regale
Die Ehrenamtliche Erika Rohd sortiert Brot und Brötchen vom Vortag in die Regale.
(Bild: Katrin Zempel-Bley)

VON KATRIN ZEMPEL-BLEY

OLDENBURG. Die Oldenburger Tafel ist umgezogen. Das neue Domizil an der Kaiserstraße 14 hat gestern eröffnet und ist mit seinen 300 Quadratmetern viermal so groß wie zuvor die Räumlichkeiten an der Alexanderstraße. "Wir brauchen den Platz dringend, weil immer mehr Menschen unser Angebot in Anspruch nehmen müssen", sagt Inka Ibendahl, Vorsitzende der Oldenburger Tafel, die sich engagiert, "um den Mangel an einer Stelle mit dem Überfluss an anderer Stelle auszugleichen." Treuen Sponsoren ist es zu verdanken, dass die Tafel diesen Schritt machen konnte. Es haben mehr Regale Platz, so dass die Ware für alle sichtbar und für die ehrenamtlichen Verkäuferinnen schnell greifbar ist. Außerdem gibt es einen Raum, in dem haltbare Ware gelagert werden kann. Die Kühlgeräte konnten bequem aufgebaut werden, was die Arbeit der 80 Ehrenamtlichen im Alter zwischen 17 und 83 Jahren erleichtert.

Sie haben an jedem Öffnungstag alle Hände voll zu tun. Einerseits muss die Ware zunächst in der ganzen Stadt bei verschiedenen Geschäften abgeholt, dann in die Regale sortiert und schließlich an die Kunden weitergegeben werden. Pro Öffnungstag kommen durchschnittlich 220 Menschen.

"Es werden kontinuierlich mehr", berichtet Ibendahl. "Allein in 2007 sind es 700 neue Kunden gewesen. In den letzten fünf Monaten waren es schon 400 und es handelt sich vor allem um Menschen mit derart schlecht bezahlten Vollzeitjobs, dass sie zusätzlich Hartz IV in Anspruch nehmen müssen und somit auch berechtigt sind, bei uns einzukaufen." Wegen des Andrangs musste die Tafel ihre Warenabgabe bereits reduzieren. Ein- und Zwei-Personen-Haushalte dürfen einmal pro Woche einkaufen, Drei- und Vier-Personen-Haushalte zweimal und darüber dreimal.

Jeder Kunde muss vor seinem Einkauf seinen Oldenburg-Pass vorzeigen, den die Stadt Oldenburg an Hartz IV-Empfänger ausgibt. Außerdem bekommen sie einen bestimmten Einkaufstag zugewiesen. "Nur so können wir der Nachfrage gerecht werden. Außerdem möchten wir Schlangenbildung vor dem Laden vermeiden, weil der Einkauf bei uns für die meisten schambehaftet ist", weiß Ibendahl aus vielen Gesprächen.

"Immer mehr Menschen hätten nie gedacht, dass der soziale Abstieg so schnell gehen kann", gibt Ibendahl zu bedenken. "Die Vorstellung, hier kämen nur Auffällige, ist vollkommen falsch."

Vor allem Frauen mit Kindern stehen für Brot, Obst, Gemüse und Konserven an. Der Umgangston in der Tafel ist freundlich. Man kennt sich inzwischen, spricht miteinander. "Das erleben viele in ihrem Alltag kaum noch. Sie fühlen sich sozial isoliert, weil es mit dem wenigen Geld schwer ist, ins Schwimmbad oder Kino zu gehen, mal einen Kaffee im Café zu trinken oder einen Ausflug mitzumachen", macht Ibendahl deutlich.

40 Geschäfte stellen der Tafel ihre abgelaufene Ware regelmäßig zur Verfügung, 20 unregelmäßig. "Wir freuen uns über jedes neue Geschäft, weil wir auf die Lebensmittel dringend angewiesen sind. Auch die 202 Mitglieder helfen uns mit ihrem Beitrag von drei Euro pro Monat und wir hoffen, dass es noch viel mehr werden. Übrigens freuen wir uns auch über Obst und Gemüse aus dem Garten. Wer es los werden möchte, sollte sich bei uns melden", bittet Ibendahl.

Enttäuscht sind die Tafel-Initiatoren von der Stadt Oldenburg. "Wir hätten es als Anerkennung unserer Arbeit empfunden, wenn die Ehrenamtlichen vor der Tür kostenlos parken dürften. Doch das hat die Stadt abgelehnt", erzählt Ibendahl und hat kein Verständnis dafür. "Schließlich nehmen wir der Stadt Arbeit ab."

Stadtsprecherin Christiane Maaß kann die Enttäuschung zwar verstehen, muss aber auf die Gleichbehandlung hinweisen. "Würden wir der Tafel das ermöglichen, kämen viele andere Vereine und Initiativen hinterher. Deshalb können wir keine Ausnahme machen", bedauert sie. So laufen die Ehrenamtlichen regelmäßig zu den Automaten, um den städtischen Politessen zuvor zu kommen.


Nordwest-Zeitung vom 17. 6. 2008:

Tafel einen Scheck aufgetischt

ERÖFFNUNG
Ausgabestelle in die Kaiserstraße umgezogen

LR

OLDENBURG - Überraschung zur Eröffnung: Einen Scheck über 3000 Euro gab es von der LzO zur Unterstützung der Oldenburger Tafel in ihren neuen Räumen. Auch viele andere steuerten Spenden bei oder halfen mit wie die Schüler der Waldorfschule. Die Tafel ist (die NWZ berichtete) von der Alexanderstraße in die Kaiserstraße 14 ins Bahnhofsviertel gezogen.

300 Quadratmeter inklusive eingebauter Kühlkammer ist die neue Ausgabestelle groß, aus der bedürftige Menschen sich Lebensmittel abholen dürfen. An der Alexanderstraße waren es nur 75 Quadratmeter, die ebenso viel Miete kosteten.

Im vergangenen Jahr nutzten 570 Menschen die Einrichtung. In diesem Jahr ist diese Zahl bereits zum Ende des Monats Mai erreicht worden. Gestiegene Lebensmittel-Preise und mehr Familien, die Hartz-IV bekommen, mögen dafür verantwortlich sein.

Pro Jahr werden 300 Tonnen Lebensmittel von 80 ehrenamtlichen Frauen und Männern verteilt. Beliefert wird die Tafel von 40 Unternehmen, die zum großen Teil aus der Stadt Oldenburg kommen. Aber auch Unternehmen aus den umliegenden Kreisen beteiligen sich. Dem Verein Oldenburger Tafel gehören 204 Mitglieder an.

Auf große Unterstützung durch die Stadtverwaltung kann die Tafel nicht zählen. Die Stadtverwaltung erlässt den Ehrenamtlichen beispielsweise nicht die Parkgebühren oder erteilt keine Sondergenehmigungen, wenn Lebensmittel ausgegeben werden.


Nordwest-Zeitung vom 14. 6. 2008:

In neuen Räumen mit großem Einsatz

OLDENBURGER TAFEL
Montag wird Einweihung gefeiert in der Lebensmittelausgabe an der Kaiserstraße

einige Ehrenamtliche der Oldenburger Tafel e. V.
einige Ehrenamtliche vor Ort " von links nach rechts:
Marlies Rangosch, Waldtraut Kück, Doris Harms, Gilda Kallenbach,
Ilse Roelfs, Anke Terborg, Horst Boneß.
(Bild: Nordwest-Zeitung)

PARKGEBÜHREN MÜSSEN DIE EHRENAMTLICHEN SELBST ZAHLEN. DIE ZAHL DER BEDÜRFTIGEN STEIGT.

VON SABINE SCHICKE

OLDENBURG - Hell, übersichtlich und praktisch eingerichtet: Die Oldenburger Tafel feiert am Montag Einweihung der neuen Räume an der Kaiserstraße 14: 300 Quadratmeter inklusive eingebauter Kühlkammer. Hier werden Lebensmittel an bedürftige Menschen ausgegeben. Zuvor an der Alexanderstraße waren es nur 75 Quadratmeter, die ebenso viel Miete kosteten. Die Tafel finanziert sich über Spenden und Sponsoren. Das Team der Ehrenamtlichen um Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl freut sich über die Vergrößerung, denn Jahr für Jahr werden es mehr Menschen, die auf die Unterstützung angewiesen sind.

2007 wurden 570 Nutzer gezählt, allein per Ende Mai sind es nach Angaben der Tafel jetzt schon so viele. Inka Ibendahl führt das darauf zurück, dass nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Lebensmittel-Preise auch mehr Familien, die Hartz-IV bekommen, auf Unterstützung angewiesen sind. In den Listen der Tafel finden sich am Monatsende auch deutlich mehr, die sich Lebensmittel abholen. Nachgewiesen werden muss die Bedürftigkeit über den Oldenburg-Pass.

Am Monatsanfang kommen 150 bis 160 Menschen zur Ausgabe, am Ende, wenn das Geld knapper geworden ist, wächst die Zahl auf 220 bis 230.

300 Tonnen Lebensmittel verteilen die 80 ehrenamtlichen Frauen und Männer jährlich, die sich in der Tafel engagieren. Sie sortieren und stapeln Brot, Lebensmittel, Gemüse, Obst und arbeiten hinter dem Tresen oder als Fahrer. Waldtraut Kück mit ihren 83 Jahren ist die älteste Aktive und möchte diesen Einsatz nicht missen. "Wir würden uns über weitere ehrenamtliche Helfer sehr freuen", sagt Inka Ibendahl.

Beliefert wird die Tafel von 40 Unternehmen vornehmlich aus der Stadt Oldenburg, aber auch aus umliegenden Kreisen, der Verein zählt 204 Mitglieder, davon viele der Ehrenamtlichen Helfer.

Sie sind auch als Fahrer im Einsatz, die Lebensmittel weiterverteilen: zum Beispiel zu Kindertagesstätten, Grundschulen, zur Bahnhofsmission, Gemeinwesenarbeit, dem Tagestreff für Obdachlose und dem Frauenhaus.

Bei allem Stolz über die neuen Räume ärgert sich Inka Ibendahl darüber, dass die Stadt den Ehrenamtlichen nicht die Parkgebühren erlässt oder Sondergenehmigungen erteilt, wenn sie Lebensmittel ausgeben. Gerecht sei das nicht, es werde mit zweierlei Maß gemessen. "Unsere Arbeit wird nicht so gewürdigt. Für Musikveranstalter gibt es Stadtmedaillen", sagt sie, "wir haben zum Zehnjährigen 75 Euro bekommen."


Nordwest-Zeitung vom 15. 5. 2008:

Engagement für Bedürftige

BZTG Auszubildende reinigen Brillen bei Oldenburger Tafel

OLDENBURG - Tolle Aktion von angehenden Augenoptikerinnen: Neun Schülerinnen des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung (BZTG) an der Straßburger Straße haben ihr Wissen und Können bedürftigen Menschen zur Verfügung gestellt. Bei der Oldenburger Tafel an der Kaiserstraße haben sie vier Stunden lang Brillen kontrolliert, gereinigt und gerichtet. Rund 70 Besucher der Tafel nahmen den kostenlosen Service in Anspruch.

Das Projekt des Religionskurses der angehenden Augenoptikerinnen im dritten Lehrjahr "ging von den Schülerinnen aus", betont Schulpfarrer und Religionslehrer Tessen von Kameke. Der Kurs engagiere sich in jedem Schulhalbjahr für ein soziales Projekt. Zuvor hatten die Schülerinnen in der Karl-Jaspers-Klinik (ehemals Landeskrankenhaus Wehnen) mit Menschen Kontakt, die am Rande der Gesellschaft stehen. Dieser Tag sei sehr beeindruckend gewesen. "Nun wollten wir selbst aktiv werden", sagt Schülerin Katharina Gerne.

Die Oldenburger Tafel, die Lebensmittel an Bedürftige ausgibt, ließ die Auszubildenden gerne im Haus arbeiten. "Wir konnten mit den Dingen helfen, die wir gelernt haben", so die Schülerinnen, die auch Gelegenheit hatten, sich über die Arbeit der Tafel zu informieren.


Nordwest-Zeitung vom 2. 4. 2008:

Oldenburger Tafel bei den Helden

LR

OLDENBURG - Auf spezielle Einladung der Gruppe "Wir sind Helden", die am Dienstagabend in der Weser-Ems-Halle ihr Publikum mit ihrer Musik fasziniert hat, war beim Konzert der Berliner Band auch die Oldenburger Tafel vor Ort. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter nahmen vor der Halle Lebensmittelspenden entgegen, die von den Konzertbesuchern mitgebracht wurden. "Die Band unterstützt diese Aktion, und wir freuen uns, der Oldenburger Tafel und somit den Bedürftigen zu helfen", sagte Veranstalter Thomas Schulz.


Nordwest-Zeitung vom 28. 3. 2008:

Oldenburger Tafel freut sich über Spende

SOZIALES
Volksmusiker geben Erlös des "Tüdick"-Konzerts an Helfer weiter

FA

WARDENBURG/OLDENBURG - Die Harmonikafreunde Oldenburg haben ihre Zusage eingehalten und den Erlös ihres erfolgreichen Volksmusikkonzertes vom 4. März im Landgasthof "Zum Tüdick" an eine soziale Einrichtung im Oldenburger Stadtgebiet gespendet. Hans-Georg Vahlenkamp, Anne Stahmer und Anton Ahlers überbrachten kürzlich der 1. Vorsitzenden der Oldenburger Tafel, Inka Ibendahl, 200 Euro in Scheinen.

Ibendahl bedankte sich für die Unterstützung und betonte die Bedeutung solcher privater Aktivitäten. Damit die ehrenamtlichen Helfer derzeit 3000 Bedürftige mit kostenlosem Essen unterstützen könnten, seien Spenden unverzichtbar. 20 Einrichtungen werden von der Oldenburger Tafel mit Waren beliefert. Wer als Bedürftiger direkt Kontakt zur Tafel aufnimmt, muss als Nachweis den so genannten Oldenburg-Pass (Berechtigungsschein) vorlegen.


Nordwest-Zeitung vom 14. 3. 2008:

Tafel zieht ins Bahnhofsviertel

HILFSORGANISATION
Lebensmittel werden bald an der Kaiserstraße 14 ausgegeben

BIS AUGUST MUSS DOPPELT MIETE BEZAHLT WERDEN. DERZEIT WERDEN DIE NEUEN RÄUME RENOVIERT.

VON SABINE SCHICKE

OLDENBURG - Umziehen wird in Kürze die Oldenburger Tafel: Bislang werden die Lebensmittel an Bedürftige im Souterrain an der Alexanderstraße ausgegeben. Derzeit werden Räume an der Kaiserstraße renoviert. Dorthin wollen die 75 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel umziehen.

"Zurzeit müssen wir Umbauarbeiten erledigen, aber demnächst ist die Lebensmittelausgabe für alle gut erreichbar in der Kaiserstraße 14 in Bahnhofsnähe zu finden", erläutert der Vorstand. Statt der 75 Quadratmeter stehen hier 300 qm zur Verfügung, außerdem gibt es einen behindertengerechten Zugang.

Immer mehr Hilfesuchende seien auf Unterstützung angewiesen. "Die Bedürftigkeit nimmt immer noch zu", berichtet Vorsitzende Inka Ibendahl. "Viele Menschen sind unerwartet in wirtschaftliche Nöte geraten und suchen unsere Hilfe. Die Armut hat inzwischen die Mittelschicht erreicht, jedes vierte Kind in Oldenburg lebt in Armut."

Die Arbeit der Tafel wird ausschließlich durch Mitglieder, Spender und Sponsoren finanziert, darum freut sich die Tafel darüber, dass die GSG Oldenburg und der Lions-Club Oldenburg Lappan ihre Unterstützung erhöht haben. Beide fördern die Tafel seit mehr als zehn Jahren. Außerdem konnten mit der Procedo Unternehmensberatung und Beluga Shipping zwei weitere Sponsoren gewonnen werden. Die Kulturagentur "Mit-uns-kann-man-reden" hat die Schirmherrschaft für die Tafel übernommen und will sich ebenfalls engagieren. Diese Unterstützung werten die Ehrenamtlichen als großartiges Vertrauensvotum.

"Wir brauchen jeden Cent", erklären Inka Ibendahl und ihre Vorstandskollegen Jamie Gifford-Modick, Margrit Behrens, Simone Neumüller und Gerold Rode angesichts der Renovierung in der Kaiserstraße. "Hygiene und Arbeitssicherheit verlangen eine sorgsame Materialauswahl für Boden und Regale. Außerdem müssen wir langfristige Mehrkosten für unseren Tafelbetrieb auffangen. Wir danken allen Handwerkern, dass sie uns so bereitwillig entgegenkommen in ihren Forderungen. Leider müssen wir aber bis inklusive August doppelt Miete zahlen."


Nordwest-Zeitung vom 13. 2. 2008:

Besucher bringen zur Lesung Nudeln mit

TAFEL
Martin Walser in der Harmonie

LR

OLDENBURG - Die Oldenburger Tafel beschreitet bei ihrer Arbeit neue Wege: Vor der Lesung von Martin Walser in der Harmonie an der Dragonerstraße sollen die Besucher zu Hause ihre Küchenschränke durchsuchen und Lebensmittel mitbringen. "Zu der Veranstaltung freuen wir uns über Spenden, die irgendetwas mit Italien zu tun haben", sagt Jamie Gifford-Modick von der Tafel.

Besonders erwünscht sind also Nudeln, Tomatensaucen oder Olivenöl. Unterstützt wird die Aktion von der Agentur "Mitunskannmanreden". "Wir wollen versuchen, die Bürgerinnen und Bürger auf lustige Art und Weise auf ein ernsthaftes Problem aufmerksam zu machen", erläutert Thomas Schulz von der Agentur die Hintergründe.

Die Lesung von Martin Walser beginnt am Freitag, 7. März, um 20 Uhr. Geöffnet wird bereits um 19 Uhr. Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Bestellungen sind möglich unter Tel. 0 44 02/93 95 07 oder bei


Nordwest-Zeitung vom 13. 12. 2007:

Aus dem Einkaufswagen etwas spenden

SERVICECLUBS
Mitglieder von Rotaract unterstützen Oldenburger Tafel " Weitere Aktionen geplant

DIE LEBENSMITTEL WERDEN FÜR BEDÜRFTIGE GESAMMELT. DIE TAFEL FREUT SICH ÜBER DIE AKTION.

VON SABINE SCHICKE

OLDENBURG - Menschen zu unterstützen, denen es nicht so gut geht. Das ist Ziel einer Aktion des Rotaract Clubs, in dem sich junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren engagieren. Am Sonnabend, 15. Dezember, werden sie im Aktiv/Irma-Supermarkt an der Alexanderstraße die Kunden bitten, ein Lebensmittel-Produkt mehr als geplant zu kaufen und ihnen als Spende zu übergeben. Die Mitglieder von Rotaract reichen dann alle Lebensmittel an die Oldenburger Tafel weiter.

"Kauf eins mehr" sei Motto dieser Aktion, berichtet Sandra Ahlefelder vom Rotaract Club. Von 10 bis 18 Uhr wollen sie und die anderen Aktiven Lebensmittel für die Tafel sammeln. Es sei nicht so einfach gewesen, überhaupt einen Supermarkt zu finden, der diese Aktion unterstütze, erzählt sie über die Vorbereitung. Daher habe man sich über die Zusage gefreut.

Auch Inka Ibendahl, Vorsitzende der Oldenburger Tafel, freut sich über die Aktion von Rotaract. "Ich finde das große Klasse", meint sie. "So bekommen wir auch einmal haltbare Lebensmittel." Außerdem könne jeder selbst entscheiden, was er spende, und das beginne mit der Tüte Spiralnudeln oder der Dose Fisch. Aber die Oldenburger Tafel-Vorsitzende findet es auch wichtig, dass die Menschen sich während ihres Wochenendeinkaufs auch einmal Gedanken darüber machen, dass es anderen nicht so gut gehe.

Ähnliche Aktionen werden bundesweit zur Unterstützung der Tafeln von den jeweiligen Rotaract Clubs organisiert, die für sich das Motto "helfen, lernen, feiern" definiert haben. Die Rotaract Clubs wurden in den sechziger Jahren von Rotary International gegründet, um bei Jugendlichen die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein, internationalem Geist und ethischen Grundsätzen zu fördern. Rotaract besteht " wie Rotary " aus Clubs in Districten. So unterstützen alle Oldenburger Rotary-Clubs die Aktivitäten von Rotaract, berichtet Sandra Ahlefelder.

Für den Club, der seit März viele Pläne und Ideen entwickelt hat, ist es am Sonnabend nicht die erste Aktion. Im Juli hatten sie schon einmal beim Sommerfest der Universität Suppe und Joghurt verkauft, davon Farbe gekauft und im Integrationskindergarten gestrichen.

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