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Medienecho

Nordwest-Zeitung vom 01. 12. 2016:

Elf Tafeln für Elf Tafeln

Spendenübergabe bei der NWZ

Vorgezogene Bescherung für elf Tafel-Vereine aus dem Oldenburger Land: Über fast ein Jahr hinweg war im Zuge der NWZ -Urlaubsserviceaktion „3-Euro-Spende an die Tafel“ eine stattliche Summe Geld zusammengekommen. Exakt 23817 Euro erbrachte die Sammlung: Zusammengetragen durch fast 8000 Einzelspenden à drei Euro von NWZ -Lesern, die während der Urlaubszeit ihr Abonnement unterbrachen und den ihnen dafür zustehenden Bonus spendeten. Darüber freuten sich Vertreter von elf Tafeln aus dem Oldenburger Land, die sich auf Einladung von Uwe Mork, Leiter der Privatkundenabteilung der NWZ , am Mittwoch zur Advents-Kaffeetafel im Medienhaus an der Oldenburger Peterstraße trafen. Symbolische Schecks über jeweils 2165,18 Euro gingen an die Tafeln in Westerstede, Oldenburg, Wildeshausen, Jever, Cloppenburg, Wilhelmshaven, Delmenhorst, Varel, Friesoythe, Nordenham und Schortens.

Nordwest-Zeitung vom 26. 7. 2016:

Nach zwei Jahrzehnten in vieler Munde

140 Ehrenamtliche versorgen fünf Tage die Woche Bedürftige mit Lebensmitteln. Im Laufe der Jahre sind einige Bindungen gewachsen.

Mit Laib und Seele (v.l.): Inka Ibendahl, Astrid Gumbrecht-Mertens und Gunda Christoph kümmern sich bei der Oldenburger Tafel um Bedürftige.
Mit Laib und Seele (v.l.): Inka Ibendahl, Astrid Gumbrecht-Mertens und Gunda Christoph kümmern sich bei der Oldenburger Tafel um Bedürftige. (BILD: Lea Bernsmann)

OLDENBURG - Vollkorn. Bio. Süß. Weich. Gekörnt... Jeden Donnerstag sortiert Waltraud in aller Ruhe Brötchen. Seit fast zwei Jahrzehnten. Darin ist die 91-Jährige unschlagbar.

Heute gibt es Croissants, Donuts, Toast, Rosinenstuten, Laugenbrezeln. Und ein Fladenbrot: heiß begehrt, längst erspäht. Es ist Freitag und die Oldenburger Tafel hat für Flüchtlinge geöffnet. Vor verschlossenen Türen warten Mütter mit Kinderwagen, junge Männer, Großfamilien und Senioren auf Einlass. Der ist in einer Stunde, um eins – wie an allen anderen Tagen. Lang sind die Schlangen immer.

Wünsche erfüllen

„Alle wollen Reis, Nudeln, Öl, Kaffee und Gewürze – das sind die Dauerbrenner“, sagt Gunda Christoph und wischt die Hände an ihrer Schürze ab. Die hat ihr ein Stammkunde geschenkt. „Ein insolventer Schneidermeister, der macht uns immer was aus den Stoffen, die er als Abfindung bekommen hat. Meine hat sogar Taschen.“ Nach 16 Jahren entwickelten sich Beziehungen, sagt sie und erzählt von der älteren Dame mit dem kranken Gatten, die sich immer über Waschpulver freut:  „Über sowas spricht man ja nicht, das kriegt man so raus mit der Zeit.“ Ein bisschen fühle sie sich wie im Tante Emma Laden, sagt Gunda Christoph – ein Tante Emma Laden mit bis zu 1900 Kunden am Tag. Zumindest am Monatsende werden so viele Menschen von der Oldenburger Tafel mit gespendeten und vorm Entsorgen geretteten Lebensmitteln versorgt. „Bei den Meisten ist dann das Geld knapp“, sagt Inka Ibendahl. Mit dem Budget nicht hinkommen würden viele Oldenburger, sagt die Tafel-Vorsitzende. Helfen kann sie nicht allen. Aber einigen.

Ärger vermeiden

9000 Menschen sind bei der Organisation im Computersystem registriert. Erfasst sind alle Inhaber des Oldenburgpasses, die sich einmal pro Woche Lebensmittelportionen – gemessen an den im Haushalt lebenden Personen – abholen dürfen. Mit rund 350 Portionen werden an Freitagen Asylbewerber aus städtischen Unterkünften versorgt. Regelmäßige Mahlzeiten gibt es nur in den Landeseinrichtungen. Wer bereits über Aufenthaltsstatus und eigene Wohnung verfügt, darf an den anderen Wochentagen kommen – und mitnehmen, was da ist.

„Wir bevorzugen keinen. Dann gibt es auch keinen Ärger“, sagt Inka Ibendahl. Ausländerfeindliche Reibereien, wie bei anderen Tafeln, habe es glücklicherweise nicht gegeben, seit der fünfte Tag für Flüchtlinge vor knapp einem Jahr eingerichtet worden ist. Laut wäre es anfänglich schon geworden. Zum Zähmen der aufgeregten Neulinge sei der stadtbekannte Karoffel-Döner-Erfinder Hani Al Hay eingesprungen und habe auf Arabisch Verhaltensregeln klargestellt. Bei der Ausgabe überwinden jetzt die Tafelmitarbeiter Mansour und Hoshank sprachliche Barrieren. Was Schweinefleisch oder Gelatine enthält, sortiert das Frühteam in Extraregale.

Ihren Aufrufen über die Presse, exotische Gewürze, Reis und Südfrüchte zu spenden, seien viele Oldenburger gefolgt, sagt die Vorsitzende. Ein Großhändler in Metjendorf habe sich so sehr über den plötzlichen Abverkauf an Kokosmilch gefreut, dass er noch selbst eine paar Lebensmittel drauf gelegt habe. „Jede Sachspende bedeutet auch Umsatz für die Läden“, sagt Inka Ibendahl.

„Brauchen können wir immer alles“, sagt Inka Ibendahl, während sie einen eben eingetroffenen Sprinter inspiziert: weiß mit orangenem Logo. Der erste war gelb und von der Post: Eine Spende für die gerade eröffnete Ausgabestelle an der Amalienbrücke. 1996 war das. Überwiegend Obdachlose wurden in dem kleinen Ladenlokal einmal die Woche versorgt. Viel gab es nicht. „Die Händler zu motivieren, uns unverkäufliche Ware zu geben, war zäh“, sagt Inka Ibendahl an die Anfänge. Mit dem Fahrrad sei sie von Laden zu Laden gefahren. Ein Jahr später kam etwas Rückenwind auf und der Verein zog an die Alexanderstraße um.

Helfer feiern

Mit wachsender Kundschaft und Bekanntheit kamen auch Sponsoren. 2008 entschieden sich die Mitglieder in die Kaiserstraße umzusiedeln: „Von 75 auf 300 Quadratmeter – ich hab mich echt gefragt, ob wir größenwahnsinnig sind“, sagt die Vorsitzende. „Aber es hat funktioniert.“ 20 Jahre schon: Am 8. August soll das im Theater Laboratorium groß gefeiert werden. Eine richtige Party will Inka Ibendahl für die 140 ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter schmeißen. Aus Vereinsmitteln könne sie das Fest nicht finanzieren, da hoffe sie noch auf Spenden. „Ohne unsere Freiwilligen gäbe schließlich es auch keine Hilfe für die Bedürftigen.“

Und niemand würde Brötchen sortieren: Vollkorn. Bio. Weich. Gekörnt... Auch Waltraud wird mit Inka Ibendahl den runden Geburtstag feiern. Weil die 91-Jährige das Helfen noch lange nicht satt hat.

Nordwest-Zeitung vom 16. 4. 2016:

Nadorster helfen der Oldenburger Tafel

Werbegemeinschaft rollt mit zwei vollen Transportern an

Beim Entladen (von links): Ingrid Siefken, Hans-Joachim Neumann und Joachim Westermann
Beim Entladen (von links): Ingrid Siefken, Hans-Joachim Neumann und Joachim Westermann. (BILD: die Nadorster)

NADORST - Um Hilfe hatte die Oldenburger Tafel Ende vergangenen Jahres gebeten. Wie berichtet, hatte die Vorsitzende Inka Ibendahl damals in einem Brandbrief darauf aufmerksam gemacht, dass die Menge der Lebensmittel der Tafel nicht ausreiche, um auch die Flüchtlinge zu unterstützen. Darüber hinaus entspreche das Sortiment nur teilweise den Ernährungsgewohnheiten der Menschen aus anderen Kulturen und eine große Erleichterung für die Ehrenamtlichen wäre es, wenn Sachspenden zur Tafel, Kaiserstraße 14, gebracht würden.

Dieser Hilferuf stieß auch bei den Mitgliedern der Werbegemeinschaft Die Nadorster auf offene Ohren. Sie sammelten in ihren eignen Reihen Spenden, die dann von Joachim Westermann und Ralf Nordbrock, Betreiber des Rewe-Marktes am Hochheider Weg, noch aufgestockt wurden. Laut Mitteilung der Werbegemeinschaft kamen so Waren im Wert von 1500 Euro zusammen. Zwei volle Transporter mit Frischwaren und haltbare Lebensmittel wurden zur Tafel geliefert. Vor Ort konnten sich dann der 2. Vorsitzende Hans-Joachim Neumann, Schriftführerin Ingrid Siefken und Pressesprecher Axel Berger von der wichtigen Arbeit der Oldenburger Tafeln überzeugen. „Ein großer Dank geht auch an Frau Ibendahl, die sich extra Zeit für eine kleine Führung genommen hatte.“

Nordwest-Zeitung vom 27. 10. 2015:

Benefizkonzert für Flüchtlingsprojekte

Veranstaltung am 1. November im Großen Haus – Eintritt kostet 5 Euro

Unterstützt werden die Oldenburger Tafel und der Verein „Ibis“. Viele Künstler wirken bei dem Benefizkonzert am kommenden Sonntag mit.

OLDENBURG - Um die Arbeit der Oldenburger Flüchtlingsprojekte weiter – und vor allem finanziell – zu unterstützen, lädt das Oldenburgische Staatstheater für Sonntag, 1. November, um 18 Uhr im Großen Haus zu einem Benefizkonzert ein.

Mit den dort gesammelten Spenden wird das Theater zwei Projekten helfen, die in Oldenburg wesentlich zur Versorgung und Unterstützung der hier ankommenden Geflüchteten beitragen: Die Oldenburger Tafel, die die Menschen in den verschiedenen Unterkünften mit Lebensmitteln versorgt und den Verein Ibis – Interkulturelle Arbeitsstelle Oldenburg, der Flüchtlinge in allen Bereichen unterstützt – mit Dolmetschern, juristischem Beistand, ärztlicher Hilfe, Sprachkursen und vielem mehr.

Um die Arbeit dieser Vereine vorzustellen, werden Inka Ibendahl (Vorsitzende der Oldenburger Tafel) und Ilyas Yanc (Flüchtlingsberater bei IBIS) am Abend des Konzerts ihre Arbeit präsentieren.

Das kulturelle Programm gestalten (nicht nur) Künstler des Staatstheaters aus allen Bereichen: Mitglieder des Oldenburgischen Staatsorchesters spielen unter Leitung von Thomas Bönisch Werke von Bach, Mitglieder aus Opern- und Extrachor treten auf, die Sängerinnen Yulia Sokolik, Anna Avakian, Nina Bernsteiner, Hagar Sharvit und Melanie Lang sowie Countertenor Leandro Marziotte sind mit unterschiedlichen Arien zu erleben. Schauspieler haben verschiedene Überraschungen vorbereitet und auch das Niederdeutsche Schauspiel und die BallettCompagnie arbeiten an außergewöhnlichen Programmpunkten für diesen Abend.

Der Musiker Ali Hooshyari Azar trägt ein eigenes Lied mit Gitarrenbegleitung vor. Der 32-jährige gebürtige Iraner lebt seit Ende 2014 in Edewecht und musste seine Heimat verlassen, weil er dort politische Lieder gesungen hat, die nicht staatskonform waren. Sandra Rasch, Theaterpädagogin am Staatstheater, wird gemeinsam mit dem syrischen Komponisten Rami Chahin und Mitgliedern aus ihrem internationalen Musikprojekt Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen.

Nordwest-Zeitung vom 26. 10. 2015:

Reis beim Auflauf der besonderen Art

Reis beim Auflauf der besonderen Art

Immer schön weiterreichen: lIka Ibendahl (links), Vorsitzende der Oldenburger Tafel, freute sich über Päckchen und Säcke voller Reis, die am Sonnabend rund 50 große und kleine Leute zum Julius-Mosen-Platz brachten. Michael Mayer (2. von links) hatte zu diesem „Flashmob mit Sinn“ unter dem Motto „Reisauflauf“ aufgerufen. Die Tafel benötigt unter anderem dringend Reis zur Versorgung von Bedürftigen und Flüchtlingen.

Nordwest-Zeitung vom 27. 6. 2015:

Oldenburger Tafel hat leere Tische satt

Fruchtbares Konzept: Das Team der Tafel hier (von links) Inka Ibendahl, Bella Rubunstein, Helge Eberhardt, Gunda Christop und Vera Niedzwetzkihaben mehr Nachfrage als Angebot – vor allem exotisches Obst und Trockennahrung ist rar. Versorgt werden sollen demnächst auch Flüchtlinge.
Fruchtbares Konzept: Das Team der Tafel hier (von links) Inka Ibendahl, Bella Rubunstein, Helge Eberhardt, Gunda Christop und Vera Niedzwetzkihaben mehr Nachfrage als Angebot – vor allem exotisches Obst und Trockennahrung ist rar. Versorgt werden sollen demnächst auch Flüchtlinge. (BILD: Lea Bernsmann)

VON LEA BERNSMANN

Die gespendeten Lebensmittel können nicht mehr den Hunger aller Bedürftigen stillen. Geplant ist ein Ausgabetag für Flüchtlinge. Gesucht werden Helfer und Lebensmittelspender.

Oldenburg - Am Schaufenster klebt eine Nase. Sie gehört einer, die draußen steht. Vor der Tür. Hofft. Wünscht. Wartet. Sie ist nicht allein: Es ist zwölf Uhr mittags und die Kaiserstraße im Bahnhofsviertel ist voller Menschen mit leeren Taschen. Noch.

In einer Stunde öffnet die Oldenburger Tafel ihre Pforten. Gedrängelt wird nicht. Geschnackt schon. „Ob’s wohl Melone gibt?“, will eine Dame mit Rollator wissen. Die junge Mutter hinter ihr hätte lieber Streuselkuchen. Oder Mohnschnecken für die Kleinen zu Hause. Zwei würden ihr zustehen, das steht auf der Ausgabeliste. „Hängt immer davon ab, was wir ergattern“, sagt Inka Ibendahl. Heute sieht’s gut aus. Sogar Ananas gibt es. Und Schoko-Croissants. Eine ganze Kiste voll stellt Helge Eber­hardt neben ihr ab.

Geheime Schatzkammer

Helge Eberhardt ist fürs Einsortieren zuständig, was der Fahrdienst aus den Restbeständen von über 70 Firmen und Märkten aus der Region mitbringt, wird an die Abholer verteilt, im Kühlschrank gelagert oder kommt in die Schatzkammer. So nennt Inka Ibendahl ihre Vorratskammer, in der Haltbares und Seltenes auf glückliche Abnehmer wartet. Schön der Reihe nach. Inka Ibendahl, 56, freiberufliche Übersetzerin, mag es pragmatisch. Lebensmittel, die Supermärkte auf den Müll werfen, weil sie nicht den Idealvorstellungen der Kunden entsprechen, an Menschen verteilen, denen das Geld fehlt, sei eine handfeste Idee. Recht neu war die, als sie vor 19 Jahren die Oldenburger Tafel gegründet hat. Mittlerweile werden 4500 sozial benachteiligte Menschen wöchentlich in der Kaiserstraße mit Obst und Backwaren, Joghurt und Salat, Pudding und Salami versorgt. Je nachdem, was die Supermärkte aus ihren Regalen räumen, füllt sich das Sortiment der Oldenburger Tafel.

„Viel zu wenig“, sagt Inka Ibendahl. Was von Montag bis Freitag zwischen sieben und 17 Uhr in beiden Kühltransportern der Tafel landet, stillt längst nicht mehr den Hunger aller Bedürftigen. „Wir können keine weiteren Nutzer aufnehmen“, sagt die Oldenburgerin und blickt durchs Schaufenster auf die Straße, wo die geduldige Warteschlange stetig wächst. Trotz Wegwerfmentalität – in Deutschland landen jährlich nach aktuellen Studien elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall – sind die Kisten mit Überschussware für die Tafel nicht mehr so voll wie einst. „Die Zeiten des maßlosen Rumaasens sind vorbei“, sagt Inka Ibendahl.

Stadt ist reich an Armut

In den Anfängen, nachdem sie alle Klinken der Händler auf Hochglanz geputzt und der Verein zur begehrten Gelegenheit, karitatives Image aufzupolieren, geworden war, ging das Konzept satt auf. Lange ist nicht jeder, der Anspruch auf einen Oldenburg-Pass – und damit die Voraussetzung erfüllt, kostenlose Lebensmittel zu erhalten – hat, auch zur Ausgabestelle der Tafel gekommen. „Stolze, bescheidene Senioren, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben und keine Hilfe annehmen mögen, sterben aus“, sagt Inka Ibendahl. Sie spricht von wachsender Altersarmut, der Masse an Hartz IV-Empfängern in der Stadt – und den Flüchtlingen. Die nämlich, kann die Tafelleiterin gar nicht glücklich machen.

Abgesehen von personeller und materieller Kapazitätsgrenze fehle es an geeigneten Lebensmitteln: Moslems, die kein Schweinefleisch essen, können mit Schinken nichts anfangen, wer karibische Küche gewohnt ist, wird sich keinen Kohlrabischmortopf zubereiten. Mit Reis, Kichererbsen, Currypulver, Bohnen, Kokosmilch, Ingwer und Maniok können die rund 100 Oldenburger Tafel-Mitarbeiter selten dienen, trotz Schatzkammervorrat. „Gewürze, Konserven, Trockenprodukte bekommen wir kaum zu sehen. Die gehen vom Markt für eine Gutschrift zurück an den Hersteller – und werden da vernichtet“, sagt Inka Ibendahl. Dieses sinnlose System zu knacken sei eines ihrer Ziele.

Erreichen will sie in erster Etappe aber spendenwillige Helfer, die die Tafel mit Lebensmitteln unterstützen. Geld darf der Verein zwar annehmen, aber kein Essen davon kaufen. Inka Ibendahl hat eine Wunschliste auf die Homepage der Tafel gestellt. Sie kann in jedem Asia-Shop oder beim orientalischen Einzelhändler abgearbeitet werden. Aber wer im Keller eine noch nicht abgelaufene Dose Mais, ein Glas Peperoni oder unangebrochene Nudelpakete herumliegen hat, kann schon helfen.

„Viele kleine Mengen machen eine große Menge auch glücklich“, sagt Inka Ibendahl und guckt zur Uhr. In einer halben Stunde hat das Warten vor der Tür ein Ende. Kollege Helge stellt schon einige Paletten Fruchtgrütze bereit.

Nichts ist für die Tonne

Was an drei Ausgabetagen nicht über den Tafel-Tresen wandert, weil es ungeeignet für den menschlichen Verzehr ist, landet im Futtertrog von einem Bauern oder in der Biogasanlage – Übriggebliebenes auf der Kaffeetafel der Ehrenamtlichen. Von denen kann die Chefin Nachschlag gebrauchen. „Ich würde gerne einen weiteren Tag öffnen für Flüchtlinge“, sagt Inka Ibendahl. Neben landestypischen Lebensmitteln benötigt sie für ihren Plan weitere Helfer im Fahrdienst und der Ausgabe.

„Vorsicht“, sagt Helge und schleppt einen Kuchen heran. Mohnschnecken sind auch dabei. Das ist vor der Tür schon in aller Munde. Am Schaufenster kleben inzwischen ein Dutzend Nasen. Inka Ibendahl macht die Tür auf – keiner soll lange draußen stehen.

Nordwest-Zeitung vom 2. 4. 2015:

Tafel sucht engagierte Fahrer

Oldenburg - Der Verein Oldenburger Tafel hat einen neuen Vorstand. Während der 20. Mitgliederversammlung der Tafel wurde der Vorstand neu gewählt. Vorsitzende bleibt Inka Ibendahl, flankiert von ihrem Stellvertreter Walther Becker. Schatzmeister bleibt Gerhard Kujawa; neu in den Vorstand wurde Teamleiterin Ulrike Voltmann gewählt.

Die Mitgliederversammlung beschloss, dass der Vorstand eine Kommission einsetzen soll, die sich mit der Versorgung der Flüchtlinge auseinandersetzt. Aufgrund einer zu geringen Warenmenge und großer Kommunikationsprobleme sieht sich die Tafel zurzeit nicht in der Lage, alle Flüchtlinge mit Lebensmitteln zu unterstützen. Oldenburger, die sich um die Integration der Flüchtlinge bemühen, werden gebeten, ihre Erfahrungen in diese Kommission einzubringen. Genauso hofft die Tafel auf tatkräftige Unterstützung im Fahrdienst. Kontakt unter Tel. 5 35 83 oder email@oldenburger-tafel.de

Nordwest-Zeitung vom 31. 1. 2015:

90-Jährige denkt nicht ans Aufhören

Mitarbeiterin Waldtraut Kück arbeitet seit 1998 ehrenamtlich für Bedürftige

Glückwunsch vom Team der Oldenburger Tafel (von links): Ursel Fortmann, Inka Ibendahl, Christiane Dudek, Ludger Dirks und Gilda Kallenbach gratulieren Waldtraut Kück (vorn) zu ihrem 90. Geburtstag, den sie in dieser Woche feierte.
Glückwunsch vom Team der Oldenburger Tafel (von links): Ursel Fortmann, Inka Ibendahl, Christiane Dudek, Ludger Dirks und Gilda Kallenbach gratulieren Waldtraut Kück (vorn) zu ihrem 90. Geburtstag, den sie in dieser Woche feierte. (BILD: Oliver Bloch)

Waldtraut Kück sortiert einmal pro Woche das Brotregal. Die ehrenamtliche Arbeit bei der Tafel gebe ihr viel zurück, berichtet sie.

Oldenburg - Waldtraut Kück erntet bei der Oldenburger Tafel selten Widerspruch. Doch als die beliebte Mitarbeiterin bei ihrer Nachfeier zum 90. Geburtstag in einer geselligen Frühstücksrunde das Wort „aufhören“ in den Mund nimmt, folgt sofort stürmischer Protest. „Weißt du eigentlich, dass es ab einem bestimmten Alter hier kein Kündigungsrecht mehr gibt“, scherzt ein Kollege. Waldtraut Kück lacht.

Mit ihren 90 Jahren ist sie immer noch ehrenamtlich für die Tafel, die seit 1996 Lebensmittel an Bedürftige verteilt, aktiv. „Angefangen habe ich im März 1998, noch in den Räumen an der Amalienstraße“, erinnert sie sich: „Wir haben die Lebensmittel wie Brot und Gemüse noch selbst bei den Geschäften oder am Großmarkt abgeholt.“ Vor 17 Jahren war Kück noch in der Ausgabe tätig, nun hat sie die „Herrschaft über das Brotregal“, erzählt die Vorsitzende Inka Ibendahl.

Jeden Donnerstag sortiert die muntere Jubilarin vormittags Brot und Brötchen, damit es die Kollegen bei der späteren Verteilung leichter haben. „Ich merke, dass mein Leben dadurch einen Sinn hat“, freut sich Kück. „Man gibt bei der Tafel etwas, aber man bekommt auch viel zurück“, begründet sie den Reiz ihrer Aufgabe, die ihr noch immer viel Freude bereitet.

Wie es ist, Hunger zu leiden, hat sie als junge Frau selbst erfahren. In Husbäke „mitten im Moor“ geboren und aufgewachsen, erlebte sie dort den Krieg und die Not der frühen Nachkriegsjahre mit. Das prägte. „Wenn sich jetzt die Kinder über ein Brötchen freuen, das ich ihnen gebe, ist das ein schönes Gefühl“, berichtet die 90-Jährige, die vor ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Tafel lange Zeit beim Fernmeldeamt beschäftigt war.

„Ich mag Tätigkeiten in Gemeinschaft“, erzählt Kück. So singt sie in mehreren Chören, vor allem im Gesangverein „Einigkeit Donnerschwee“. Am Sonntag feiert Kück ihren Geburtstag mit ihrer Familie nach. „Im engsten Kreis, mit 44 Leuten“, lacht sie. „Waldtraut kommt mit allen gut aus“, lobt Ibendahl und weiß, was sie an ihr als Mensch und zuverlässiger Mitarbeiterin hat.

In den vergangenen 17 Jahren erlebte Waldtraut Kück mit, wie die Oldenburger Tafel immer mehr wuchs. Damals arbeiteten 20, nun rund 100 Leute mit, blickt sie zurück, als eine Mitarbeiterin der Bahnhofsmission hereinkommt. Sie umarmt das Geburtstagskind und gratuliert mit einem Rosenstrauß. „Die Bahnhofsmission beliefern wir von Anfang an mit Brötchen“, erzählt Kück, ehe sie mit ihrem Team beginnt, die Regale zu sortieren.

Abschließend gibt sie dann doch noch Entwarnung: „Ich bleibe der Tafel noch erhalten – bis die mich rausschmeißen.“ Aber das wird garantiert nicht passieren.

Nordwest-Zeitung vom 16. 12. 2014:

Geschenke für Kinder

Weihnachten für die jungen Kunden der Oldenburger Tafel: Schüler und Schülerinnen des 5. Jahrgangs der Helene-Lange-Schule mit Jahrgangsleiter Friedhelm Wiemer (hinten li.) und Sven Winkler vom THW übergaben 339 Päckchen.
Weihnachten für die jungen Kunden der Oldenburger Tafel: Schüler und Schülerinnen des 5. Jahrgangs der Helene-Lange-Schule mit Jahrgangsleiter Friedhelm Wiemer (hinten li.) und Sven Winkler vom THW übergaben 339 Päckchen. (BILD: Krämer)

Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs der IGS Helene-Lange-Schule haben am Montag 339 liebevoll verpackte Geschenke an die Oldenburger Tafel überreicht. Die Schule sammelte im Dezember Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder aus Oldenburg. Mit Hilfe von Sven Winkler, Ortsbeauftragter des THW, fuhren die Schüler zur „Tafel“ in der Kaiserstraße, wo sie schon erwartet wurden. Jahrgangsleiter Friedhelm Wiemer hat die Aktion koordiniert und wurde von den Schülern Ida, Ole, Marah, Julia, Timo und Jerek begleitet. Die Geschenke werden von ehrenamtlichen Helfern der „Tafel“ im Schaufenster festlich präsentiert, bevor sie den Kindern zum Geschenk gemacht werden.

Nordwest-Zeitung vom 16. 4. 2014:

Spende der LzO

Spende der LzO
Spende der LzO (BILD: T. Frick)

Über eine Spende der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) freuten sich die Vorsitzende Inka Ibendahl und die weiteren ehrenamtlichen Kräfte der Oldenburger Tafel. Gabriele Mesch überreichte für die LzO eine Spende in Höhe von 3000 Euro als Anschubfinanzierung für die Wiederbeschaffung eines neuen Kühlfahrzeuges. Das alte war bei einem Brandanschlag zerstört worden. Neben der bereits angelaufenen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung wertete Inka Ibendahl das großzügige Engagement der LzO als weiteres ermutigendes Signal.

Nordwest-Zeitung vom 11. 4. 2014:

NWZ-Leser MILLCAR hilft Oldenburger Tafel

Brandstifter hatten den Kühltransporter in der Nacht zu Dienstag angezündet. Zeitgleich brannte nur wenige Meter von der Tafel entfernt der VW-Bus der DGB-Jugend aus.
Brandstifter hatten den Kühltransporter in der Nacht zu Dienstag angezündet. Zeitgleich brannte nur wenige Meter von der Tafel entfernt der VW-Bus der DGB-Jugend aus. (BILD: Martin Remmers)

Als der Chef einer Autovermietung von dem Brandanschlag las, entschloss er sich zu helfen. Nun stellt er dem gemeinnützigen Verein ein neues Fahrzeug zur Verfügung. Hinweise auf den Brandstifter hat die Polizei indes noch nicht.

Oldenburg - Tolle Unterstützung für die Oldenburger Tafel: Nach dem NWZ-Bericht über den Brandanschlag auf den Transporter des gemeinnützigen Vereins an der Kaiserstraße meldete sich der Chef einer Oldenburger Autovermietung, um Hilfe anzubieten. „Die Firma stellt uns kostenlos ein Fahrzeug zur Verfügung. Am Sonntag holen wir es ab“, freute sich Vorsitzende Inka Ibendahl über die Leihgabe.

Brandstifter hatten den Kühltransporter, einen VW T5, in der Nacht zu Dienstag angezündet. Die Flammen zerstörten nicht nur das Spezialfahrzeug, Brandschäden entstanden auch am Gebäude. Zeitgleich brannte nur wenige Meter von der Tafel entfernt der VW-Bus der DGB-Jugend aus (NWZ berichtete).

Die Taten könnten nach Einschätzung der Polizei auf das Konto eines Serienbrandstifters gehen. „Konkrete Hinweise auf einen möglichen Täter liegen uns bislang aber noch nicht vor“, fasste Polizeisprecher Franz Reinermann die bisherigen Ermittlungen am Donnerstag zusammen. Es sei auch unklar, wie die Fahrzeuge in Brand gesteckt wurden.

Nordwest-Zeitung vom 22. 2. 2014:

Feuerwehr löscht Brand bei Tafel

Oldenburg - Die Feuerwehr hat in der Nacht zu Freitag einen kleinen Brand vor den Räumen der Oldenburger Tafel an der Kaiserstraße gelöscht. Nach bisherigen Ermittlungen hatten Brandstifter gefüllte gelbe Säcke, die vor dem Haus der gemeinnützige Hilfsorganisation lagen, angezündet. Gegen 2.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Aufgrund der Hitze des Feuers zersprang eine große Fensterscheibe. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf etwa 3000 Euro.

Nordwest-Zeitung vom 21. 12. 2013:

NWZ-Leser springen Tafel zu Hilfe

VON STEPHAN ONNEN

Oldenburg - Verstärkung für die Oldenburger Tafel: Nach einem NWZ -Bericht über die Arbeit und den Personalmangel der ehrenamtlich tätigen Hilfseinrichtung haben sich bei der Vorsitzenden Inka Ibendahl rund 40 Menschen telefonisch oder per E-Mail gemeldet, die ihre Mitarbeit angeboten haben. „Das ist eine großartige Resonanz“, freut sich die Oldenburgerin.

Ibendahl ist nun dabei, Einsatzmöglichkeiten zu sondieren und ein „Hineinschnuppern“ der potenziellen Mitarbeiter zu organisieren. Zwei feste neue Kräfte sind auf diese Weise bereits zum Team der Ehrenamtlichen gestoßen, darunter auch ein pensionierter Bundeswehrsoldat, der für die dringend benötigte Entlastung im Fahrdienst sorgt.

Die Tafel erreicht rund 4000 Menschen mit ihren Angeboten. Derzeit sind rund 100 Ehrenamtliche jede Woche im Einsatz. Vor allem im Fahrdienst ist Entlastung nötigt: Viele der dort eingesetzten Ehrenamtlichen sind Ende 70. In absehbarer Zeit steht ein Generationswechsel an.

Nordwest-Zeitung vom 17. 12. 2013:

Pakete für die Tafel

Gute Tat: Schulleiter Diedrich Smidt (v. l.) übergab mit Améli (11), Lukas (10), Hendrik Ströbel von den Johannitern, Malina (10), Paula (11) und Jahrgangsleiterin Ulrike Martinez Pakete an Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl.
Gute Tat: Schulleiter Diedrich Smidt (v. l.) übergab mit Améli (11), Lukas (10), Hendrik Ströbel von den Johannitern, Malina (10), Paula (11) und Jahrgangsleiterin Ulrike Martinez Pakete an Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl. (BILD: Torsten von Reeken)

Weihnachten ist das Fest der Geschenke und der guten Taten: Der 5. Jahrgang der Helene-Lange-Schule hat auch in diesem Jahr wieder eine Spendenaktion zu Gunsten der Oldenburger Tafel organisiert. Die gesamte Schulgemeinschaft sammelte über die Adventszeit Päckchen, die Kindern aus bedürftigen Oldenburger Familien zu Gute kommen. Auf diese Weise kamen 427 Pakete zusammen, die am Montag übergeben wurden. Für den Transport der Geschenke sorgte die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Die Tafel freute sich darüber hinaus über weitere Päckchen, die im Kindergarten Kranbergstraße, in der Schule Borchersweg, an der Hermann-Ehlers-Schule und an der Waldorfschule gepackt wurden.

Nordwest-Zeitung vom 11. 12. 2013:

Nicht jeder hat sein täglich Brot

4000 Menschen profitieren von der Tafel – Dringend Helfer gesucht

VON STEPHAN ONNEN

Volle Regale und lange Schlangen am Tresen: Gunda Christoph (links) und Nadja Agua haben in der Ausgabestelle der Oldenburger Tafel immer ein freundliches Wort für die Bedürftigen
Volle Regale und lange Schlangen am Tresen: Gunda Christoph (links) und Nadja Agua haben in der Ausgabestelle der Oldenburger Tafel immer ein freundliches Wort für die Bedürftigen. (BILD: Martin Remmers)

Die Tafel benötigt neue Helfer, vor allem im Fahrdienst. Bei den Ehrenamtlichen steht ein Generationswechsel an.

Oldenburg - Schon eine halbe Stunde bevor die Ausgabe der Lebensmittel beginnt, stehen die ersten Menschen mit Rollkoffern und Tüten vor der Ausgabestelle der Oldenburger Tafel an der Kaiserstraße. Einige junge Frauen schieben Kinderwagen vor sich her, andere stützen sich auf einen Gehstock. „Vielen sieht man die Bedürftigkeit nicht an“, sagt Vorsitzende Inka Ibendahl, „Armut ist erschreckend normal.“

Immer mehr Menschen sind auf die kostenlosen Lebensmittel der Tafel angewiesen: Rund 4000 Menschen nutzen die Angebote der Tafel, so Ibendahl. Neben der zentralen Essensausgabe beliefert die Tafel das Frauenhaus, die Bahnhofsmission, Stadtteiltreffs sowie Grundschulen und Kindergärten. Erstmals in der nun 18-jährigen Geschichte des Vereins musste seit November ein Aufnahmestopp verhängt werden. „Wir sind an die Grenzen unserer Kapazität gestoßen“, sagt Ibendahl.

Der Aufnahmestopp dient nach den Worten der Vorsitzenden dazu, den Datenbestand auf Vordermann zu bringen, Namen zu kontrollieren und damit „Tricksereien“ zu verhindern. So kommt es immer wieder vor, dass Menschen versuchen, mehr zu ergattern als ihnen zusteht. Festgelegt ist, dass jeder Haushalt nur einmal pro Woche an einem bestimmten Ausgabetag zum Zuge kommen darf. „Die Teamleiterinnen sind mit dem Überprüfen unserer Listen zuletzt nicht mehr nachgekommen“, berichtet Ibendahl. Bei den Bedürftigen sei dieser Schritt auf Verständnis gestoßen. „In absoluten Härtefällen würden wir Lösungen finden“, versichert Ibendahl. Lediglich zwei Menschen hätten in dieser Zeit darauf gedrängt, sofort Nutzer zu werden. Die restlichen „Neukunden“ konnten auf den ersten Ausgabetag im neuen Jahr (7. Januar) vertröstet werden.

Gleichzeitig nutzt die Tafel die Zeit, um Helfer zu gewinnen. „Wir brauchen dringend neue Leute“, betont Inka Ibendahl. Derzeit sind bei der Oldenburger Tafel rund 100 Ehrenamtliche jede Woche im Einsatz gegen die Vernichtung verwertbarer Lebensmittel. „In absehbarer Zeit“ stehe ein Generationswechsel an – für viele betagtere Helfer werde die gut fünfstündige Arbeit im Wareneingang und in der Essensausgabe zu anstrengend. Die älteste Helferin der Tafel ist 87 – die Frau sortiert jeden Donnerstagmorgen zuverlässig Brot und Brötchen.

Vor allem im Fahrdienst werde Entlastung benötigt: Viele der dort eingesetzten Ehrenamtlichen seien Ende 70. Die Touren zum Einsammeln von Waren beginnen morgens um 7 Uhr – 50 Adressen in Oldenburg und im Umland werden angesteuert. Die Fahrer sollten auch einmal zupacken können, wenn schwere Kisten in die Transporter gewuchtet werden müssen.

Nordwest-Zeitung vom 20. 9. 2012:

Spende der NWZ

Scheckübergabe von der NWZ an die Tafel mit den Mitarbeiterinnen Irene Bornemann Heike Meinhardt-Löb und Catharina Markschies sowie Inka Ibendahl und Uwe Mork
Scheckübergabe von der NWZ an die Tafel mit den Mitarbeiterinnen Irene Bornemann Heike Meinhardt-Löb und Catharina Markschies sowie Inka Ibendahl und Uwe Mork. (BILD: Torsten von Reeken)

Über einen Scheck in Höhe von 1500 Euro für die Oldenburger Tafel freuten sich am Mittwoch Vorsitzende Inka Ibendahl und die Tafel-Mitarbeiterinnen Irene Bornemann, Heike Meinhardt-Löb und Catharina Markschies. Das Geld, das ihnen Uwe Mork, Leiter der NWZ -Privatkundenabteilung, überreichte, war seit Anfang dieses Jahres bei der Urlaubsservice-Aktion zusammengekommen: Bei dieser Aktion lassen Leser ihre Zeitung während ihres Urlaubs caritativen Einrichtungen zukommen, pro Spende gehen drei Euro an die Tafel.

Nordwest-Zeitung vom 25. 1. 2012:

Leser spenden für die Tafel

Übergabe (von links): Simone Neumüller und Inka Ibendahl nahmen den Scheck von Uwe Mork, Leiter der Privatkundenabteilung, entgegen.
Übergabe (von links): Simone Neumüller und Inka Ibendahl nahmen den Scheck von Uwe Mork, Leiter der Privatkundenabteilung, entgegen. (BILD: Torsten von Reeken)

Mit großem Engagement verteilt die Oldenburger Tafel Lebensmittel an bedürftige Menschen in der Stadt. Durch die Urlaubsservice-Aktion der NWZ  können Leserinnen und Leser die Organisation unterstützen. Am Mittwoch nahmen (von links) Tafel-Teamleiterin und Vorstandsmitglied Simone Neumüller sowie Vorsitzende Inka Ibendahl einen Spendenscheck im Wert von 1500 Euro von Uwe Mork, Leiter der NWZ -Privatkundenabteilung, entgegen. Das Geld kam bei der Urlaubsservice-Aktion „Drei Euro Spende an die Tafel“ zusammen.

Nordwest-Zeitung vom 6. 12. 2011:

Vorsitzende packt bei Lebensmittelausgabe selbst an

Inka Ibendahl mit Verdienstmedaille ausgezeichnet – Seit 2006 an der Spitze der „Tafel“

Ausgezeichnet: Inka Ibendahl freut sich über die Verdienstmedaille und stößt mit OB Gerd Schwandner an
Ausgezeichnet: Inka Ibendahl freut sich über die Verdienstmedaille und stößt mit OB Gerd Schwandner an (BILD: Torsten von Reeken)

OLDENBURG - Anerkennung für Engagement: Mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet wurde am Montag Inka Ibendahl, die Vorsitzende der Oldenburger Tafel. Im Namen von Ministerpräsident David McAllister überreichte Oberbürgermeister Gerd Schwandner während eines Empfangs im Rathaus die Medaille, die der Oldenburgerin für „vorbildliche Verdienste um den Nächsten“ verliehen wurde.

„Was für ein schöner Anlass“, sagte Schwandner, der die Gäste im Ratssaal willkommen hieß und zurückblickte auf das Engagement Inka Ibendahls. Seit 2006 steht das Gründungsmitglied als Vorsitzende an der Spitze der „Tafel“, die inzwischen mehr als 100 Mitglieder zählt.

Der Oberbürgermeister würdigte Inka Ibendahls Tatkraft, Teamgeist und Managementfähigkeit, die die „Tafel zu dem gemacht haben, was sie heute ist“.

Schwandner war beeindruckt von der Entschlossenheit und dem unbedingten Einsatz der Geehrten, die nicht nur Sponsoren gewinne, sondern auch im täglichen Einsatz noch anpacke. Von 60 Groß- und Supermärkten, Bäckereien und Discountern bekommt die „Tafel“ Lebensmittel, die an mehr als 4500 Oldenburger regelmäßig verteilt werden. „Die Tafel ist ein herausragendes Beispiel ehrenamtlichen Engagements und motiviert auch andere, sich zu engagieren“, erklärte der Oberbürgermeister.

Inka Ibendahl sprach in ihrem Dank vor allem von Teamgeist, mithin hätten alle Mitglieder die Auszeichnung verdient. „Wir sind stolz darauf, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.“ Sie berichtete von Müttern, die ihren Kindern nur ein Eis oder eine Kinokarte kaufen könnten, da sie Lebensmittel von der „Tafel“ bekämen. Für viele Ältere, die Lebensmittel bekämen, sei das Gespräch mit den Ehrenamtlichen der „Tafel“ der einzige Kontakt zu anderen Menschen überhaupt.

Ibendahl ließ aber auch kein Zweifel daran, dass sie Unterstützung des Staates und der Stadt für die „Tafel“ vermisse, etwa Kostenerlass für Steuern und Abfall.

Nordwest-Zeitung vom 26. 11. 2011:

Tafel feiert 15 Jahre Arbeit mit einer Benefiz-Gala

Viele Künstler auf der Bühne am Staatstheater – Reinerlös für die künftige Arbeit

VON LR

OLDENBURG - Bei der Oldenburger Tafel sind Woche für Woche über 90 ausschließlich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz und geben Nahrungsmittel an Bedürftige aus. Praktisch bedeutet das: Die Tafel sammelt Lebensmittel, die zwar von einwandfreier Qualität sind, aber vom Handel aussortiert wurden und gibt sie kostenlos an Menschen ab, die ein niedriges Einkommen nachgewiesen haben. Das 15-jährige Bestehen des Vereins wird am Sonntag, 4. Dezember, mit einer Benefiz-Gala gefeiert. Beginn der Veranstaltung im Oldenburgischen Staatstheater ist um 19.30 Uhr.

Auftreten werden an dem Abend Ulli Möhring und Anja Meiert (Country), Swing Kitchen (Jazz), Emily und the ­boys (Rock und Pop), Heart of Gold (Oldies), Sing’N’Swing (Gospel), Sarah Kelemen, Dorothee Bienert und Thomas Bönisch (Oper) sowie Klaus Modick und Bernd Eilert (Literatur). Durch den Abend führt das Spontantheater Bumerang, das in den Umbaupausen mit improvisierten Einlagen und witzigen Aktionen das Publikum unterhält.

„Der Reinerlös der Veranstaltung wird der Oldenburger Tafel zugute kommen, da nicht nur alle Künstler auf ihre Gagen verzichten, sondern auch zahlreiche andere Kosten von Sponsoren übernommen wurden“, freut sich die stellvertretende Vorsitzende der Tafel, Jamie Gifford-Modick.

Nordwest-Zeitung vom 6. 10. 2011:

Lebensmittel für die Tafel

Viel zu tragen: Bei der Spende der Neuapostolischen Kirchengemeinde für die Oldenburger Tafel waren dabei (von links) Andreas Hader Uwe Landsdorfer, Peter Austen, Tafel-Chefin Inka Ibendahl, Gert Malten, Rolf Sudkamp
Viel zu tragen: Bei der Spende der Neuapostolischen Kirchengemeinde für die Oldenburger Tafel waren dabei (von links) Andreas Hader Uwe Landsdorfer, Peter Austen, Tafel-Chefin Inka Ibendahl, Gert Malten, Rolf Sudkamp. (BILD: Torsten von Reeken)

Lebensmittelspenden im Wert von mehreren tausend Euro haben die Oldenburger Gemeinden der Neuapostolischen Kirche Mitte, Eversten, Kreyenbrück und Ofenerdiek der Oldenburger Tafel übergeben. „Wir wollen mit der Erntedank-Aktion unter dem Motto ,Teilen tut gut!’ etwas spürbar Gutes tun und denen helfen, die sonst vielen bedürftigen Menschen und Familien helfen“, teilte Bezirksapostel Rüdiger Krause mit.

Nordwest-Zeitung vom 29. 3. 2011:

22.000 Euro für Bürgerstiftung und Tafel

Bremer Landesbank unterstützt gemeinnützige Institutionen aus Mitteln der Zinswette

Trafen sich zur Spendenübergabe (von links): Torsten Brandt, Ina Brandes, Heinrich Engelken, Simone Neumüller und Rainer Lauxtermann. Die beiden Vertreterinnen der Oldenburger Tafel freuten sich über eine Spende von 11 000 Euro.
Trafen sich zur Spendenübergabe (von links): Torsten Brandt, Ina Brandes, Heinrich Engelken, Simone Neumüller und Rainer Lauxtermann. Die beiden Vertreterinnen der Oldenburger Tafel freuten sich über eine Spende von 11 000 Euro: (BILD: Bremer Landesbank)

VON LR

OLDENBURG - Unterstützung für zwei gemeinnützige Institutionen: Je 11.000 Euro haben die Oldenburger Tafel und die Oldenburgische Bürgerstiftung von der Bremer Landesbank erhalten. Die Spendengelder stammen aus der Zinswette der Bank, bei der Kunden auf den Drei-Monats-Euribor (Zinssatz für Termingelder der europäischen Banken) und den Wert des Euros zum US-Dollar am letzten Handelstag 2011 tippen. Mit ihren Einsätzen begünstigen sie karitative Institutionen. Die Landesbank verdoppelt jeden gespendeten Euro.

„Es ist wichtig, dass ehrenamtliches bürgerliches Engagement gefördert wird, damit solche Einrichtungen ihre Arbeit nachhaltig und erfolgreich fortsetzen können“, sagte Heinrich Engelken, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bremer Landesbank. Seiner Meinung nach sollten sich noch mehr Menschen ehrenamtlich betätigen.

Gemeinsam mit Torsten Brandt, Leiter Firmenkunden Oldenburg, und Rainer Lauxtermann, Leiter Private Banking Oldenburg, überreichte Engelken die Spende an Vertreterinnen der Oldenburger Tafel. Diese sammelt seit 1996 Lebensmittel für Bedürftige. Auch die Bürgerstiftung, die den Gemeinschaftssinn in der Region Oldenburg fördert, wird unterstützt. Sie will das Geld einsetzen, um an Hauptschulen Hausaufgabenbetreuung anzubieten.

Nordwest-Zeitung vom 19. 1. 2011:

Armen mit Lebensmitteln helfen

Dreimal so viele Bedürftige wie 2006 – 15 Jahre Oldenburger Tafel

Brot ist begehrt
Brot ist begehrt (von links): (BILD: Sabine Schicke)

VON SABINE SCHICKE

Die Tafel startete 1996 mit knapp einem Dutzend Ehrenamtlicher. Damals holten sie mit Privatwagen die Lebensmittel ab. Inzwischen gibt es zwei Kühlwagen.

OLDENBURG - Aus kleinen Anfängen ist Großes entstanden: Die Oldenburger Tafel wurde im Januar 1996 von einem knappen Dutzend engagierter Menschen gegründet, die in ihren Privatwagen durch die Stadt fuhren und Lebensmittel sammelten. 15 Jahre später sind täglich zwei Kühltransporter im Einsatz, die die Waren abholen. „Aus den vorsichtigen Anfängen ist langsam eine große Organisation gewachsen, auf die Oldenburg nicht mehr verzichten kann“ , sagt Inka Ibendahl, Vorsitzende der Tafel.

Zum zehnjährigen Bestehen 2006 erhielten 1500 Bedürftige an drei Tagen der Woche Lebensmittelspenden von der Tafel, die damals noch Brot, Gemüse, Obst, Konserven und anderes in 75 Quadratmeter großen Räumlichkeiten an der vorderen Alexanderstraße verteilte.

Gestartet war die Tafel übrigens ein Jahr nach der Gründung in einem Laden unter der Amalienbrücke und hatte einmal wöchentlich geöffnet.

Zum Zehnjährigen hatte sich die damalige Vorsitzende Margrit Bengen größere Räume gewünscht. Dieser Wunsch hat sich inzwischen erfüllt: Im Mai 2008 wurden die jetzigen hellen Räume an der Kaiserstraße 14 im Bahnhofsviertel bezogen. Sie sind 300 Quadratmeter groß, und dazu gehört außer dem Ausgabelokal auch ein Kühlraum.

Geöffnet ist weiterhin an drei Tagen pro Woche, doch die Zahl der Menschen, die wöchentlich mit Lebensmitteln unterstützt werden, hat sich laut Inka Ibendahl etwa verdreifacht: 4500 Männer, Frauen und Kinder werden versorgt, hinzu kommen Kindergärten und andere karitative Einrichtungen, um die sich die etwa 200 ehrenamtliche Mitglieder der Tafel kümmern.

60 Hersteller, Bäckereien, Groß- und Supermärkte sowie Discounter zählt Vorsitzende Inka Ibendahl zu den Lieferanten der Tafel. „Unerlässlich“, so erklärt sie, „ist die Unterstützung durch Sponsoren.“ Dazu zählen u.a. die Lions und die GSG, andernfalls könnte die Tafel laut Inka Ibendahl die Miete, Nebenkosten, Treibstoff und Versicherungen nicht zahlen.

Gesucht werden noch weitere Unterstützer, da ein Sponsoring derzeit gerade ausläuft.

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